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Engagement zeigen – Zukunft gestalten  

Die Menschen in den afrikanischen Anbauländern der CmiA Baumwolle und die Umwelt stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Um aus diesem Grund gemeinsam mit unseren Partnern über den nachhaltigen Baumwollanbau hinaus Unterstützung für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten, haben wir im Jahr 2015 das CmiA Community Kooperationsprogramm ins Leben gerufen. Es unterstützt Projekte in den Anbauregionen der CmiA Baumwolle in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Frauenförderung und Umwelt. Damit baut das Programm auf die Erfolge der 2009 begonnenen Kooperationsprojekte auf. Alle Projekte werden von verifizierten CmiA-Partnern vor Ort anhand einer Bedarfsanalyse gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften entwickelt. Ein mit Experten besetzter Beirat tagt zweimal jährlich, um die zu fördernden Projekte auszuwählen. 

Gemeinsam Perspektiven schaffen

Schulkind mit SchreibtafelViele Staaten Subsahara-Afrikas weisen eine hohe Analphabetenrate auf. Für den Mangel an formaler Bildung sind oft rein praktische Gründe verantwortlich: In vielen Fällen ist die nächste Schule zu weit weg, Gebäude sind baufällig und damit nicht mehr nutzbar, es fehlt an qualifizierten Lehrern und an Schulmaterialien wie Büchern. Oft können die Eltern auch das Schulgeld nicht aufbringen. Die Kooperationsprojekte von Cotton made in Africa setzen vor diesem Hintergrund einen Schwerpunkt im Bereich der Förderung schulischer Infrastruktur. Wir verschaffen so nicht nur Kindern sondern auch Erwachsenen einen Zugang zu Bildung. Das ist in vielen Ländern Afrikas ungewöhnlich.

Darüber hinaus machen wir uns für die Rolle der Frauen in unserem Programm stark, denn Maßnahmen zur Stärkung der Rolle der Frau sorgen auch immer für eine Verbesserung der Situation für die ganze Familie. Vor allem die Kinder profitieren hiervon.

Mangelnde hygienische Lebensbedingungen und eine unzureichende Gesundheitsversorgung sind meist keine Seltenheit in den afrikanischen Projektregionen. Deswegen sorgt Cotton made in Africa außerdem für Projekte zur Gesundheitsförderung in den Dörfern und Schulen. Bereits laufende Projekte in diesem Bereich sind die so genannten WASH-Projekte in Mosambik und Simbabwe zur Förderung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen.

Die artenreiche, stark gefährdete Flora und Fauna auch für zukünftige Generationen zu bewahren ist ein weiterer Schwerpunkt des Kooperationsprogramms, denn besonder dort, wo schützenswerte Umwelt und Landwirtschaft aufeinadertreffen, sind kluge Projekte gefragt. 

Alle Beteiligten profitieren

Mitwirken

Projekte

Erwachsenenalphabetisierung in Burkina Faso

Erwachsenenalphabetisierung in Burkina Faso  

Afrikanische Frau beim UnterrichtAnalphabetismus beeinträchtigt die sozio-ökonomische Entwicklung in vielen Staaten Westafrikas. Ohne Lesen, Schreiben und Rechnen zu können fällt es vielen Baumwollbauern schwer die Inhalte der Schulungen optimal anzuwenden. Bildung ist somit ein wesentlicher Faktor, um nachhaltige Anbaumethoden zu etablieren und so die Lebensbedingungen von Baumwollkleinbauern und ihren Familien zu verbessern. Im Herbst 2009 startete das erste Kooperationsprojekt zur Erwachsenen-Alphabetisierung in Burkina Faso. Im Rahmen des Projekts erhielten bis Ende Juni 2013 über 5.000 Erwachsene die Möglichkeit lesen, schreiben und rechnen zu lernen.  Insbesondere Frauen profitierten von dem Bildungsprojekt: Über die Hälfte der eingeschriebenen Kursteilnehmer als auch der Absolventen waren weiblich. Parallel zu den Kursen wurde es allen Erziehern und Alphabetisierungslehrern ermöglicht, sich während der Laufzeit des Projekts pädagogisch fortbilden zu lassen. 

ErwachsenenunterrichtZitat: Kabore Germaine, Ehefrau eines Baumwollbauern aus Kuizili und Mutter von vier Kindern: „Nach zwei Jahren kann ich nun Moré lesen und schreiben. Für meinen Kleinhandel ist es wichtig, richtig rechnen zu können. Außerdem kann ich jetzt die Empfehlungen, die ich für die Gesundheit meiner Familie bekomme, in meinen Notizen nochmal nachlesen und achte auch mehr darauf, dass meine Kinder regelmäßig die Schule besuchen.“ 

Die Aid by Trade Foundation führte das Projekt in enger Kooperation mit der Welthungerhilfe, der Nichtregierungsorganisation ORGANIC sowie der Provinzdirektion des Ministeriums für Grundbildung und Alphabetisierung (DPEBA) und der Baumwollgesellschaft Faso Coton vor Ort durch. Co-finanziert wurde es zunächst von der Otto Group, Otto Österreich und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Bilder: Otto Österreich

Schulbildung in Benin

Schulbildung in Benin 

Trotz Bemühungen der beninischen Regierung das Schulsystem zu verbessern, erschwert die Armut Benins den Aufbau einer gut funktionierenden schulischen Infrastruktur sowie die Ausstattung und Instandhaltung vieler bestehender Schulgebäude. Etwa jedes dritte Kind bricht die Grundschule vorzeitig ab und kann weder lesen noch schreiben, vor allem viele Mädchen. Grund hierfür sind die Kosten für den Schulbesuch, die sich viele Kleinbauern in den ländlichen Gebieten oft nicht leisten können. Hier setzte das gemeinsame Projekte von 2010 bis Ende 2014 an. Durch die gemeinsame Initiative haben mehr als 750 Kinder von Baumwollbauern im ländlichen Benin die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Neben dem Bau von sieben Schulen sorgen Schulkantinen und -gärten mit lokalen Gemüsesorten für regelmäßige Mahlzeiten der Kinder. Das für das Lernen am Abend oder in den frühen Morgenstunden wichtige Licht stammt von Solarlampen, die die kostspieligen und gesundheitsschädlichen Petrollampen ersetzen. Sie werden über eine lokale Firma vertrieben und wurden durch „Lightning Africa“, einer Initiative der Weltbank, zertifiziert. Da es sowohl an Schulmaterial als auch Schuluniformen fehlt, wurden den Schülern insgesamt 10.000 Bücher und 20.000 lokal produzierte Schuluniformen aus CmiA-Baumwolle zur Verfügung gestellt. Im Rahmen von Stipendien erhielten die Schüler auch wichtiges Arbeitsmaterial für die Schule, wie z.B. englische und französische Wörterbücher, Stifte, Hefte, solarbetriebene Taschenrechner und Solarlampen für zu Hause. 

Mithilfe von Radiosendungen, Postern und Versammlungen in den Dörfern wurden mehr als 30.000 Baumwollbauern in den ländlichen Gebieten Benins über die Bedeutung der Schulbildung für ihre Kinder sensibilisiert und über das Schulprojekt informiert. „Bildung macht einen Bauern zu einem besseren Bauern. Ich bin nicht zur Schule gegangen, aber ich habe verstanden, dass Schulbildung Fortschritt bedeutet“, sagt Orou Yaya, 90 Jahre, der anfangs ein Kritiker des Schulprojektes war. Barikissou Yinongui, Baumwollbäuerin und Mutter aus Benin: „Ich schicke meine Kinder in die Schule, damit sie nicht „blind“ sind. Ich bin Analphabetin und selber leider nie in die Schule gegangen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder „blind“ bleiben. Durch den Schulbesuch erhoffe ich mir, dass etwas aus meinen Kindern wird.“

Die Aid by Trade Foundation führte das Projekt in enger Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der lokalen Baumwollgesellschaft I.C.A. durch. Neben der Tchibo GmbH wurde es außerdem von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie lokalen Vertretern der Baumwollbauern unterstützt. 

 

Frauenförderung in Côte d’Ivoire

Frauenförderung in Côte d’Ivoire


Frauen holen WasserSeit 2012 unterstützt Cotton made in Africa mit seinen Partnern 38 Frauenkooperativen mit jeweils mindestens 50 Mitgliedern in Côte d’Ivoire, um ihnen den Schritt in die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen. Aktuell profitieren rund 3.000 Teilnehmerinnen von einer finanziellen Starthilfe. Diese investieren die Frauen beispielsweise in Saatgut oder Geräte für den eigenen Gemüsegarten. Das Gemüse, das sie nicht für den Eigenbedarf brauchen, verkaufen sie auf lokalen Märkten und erwirtschaften sich so ein eigenes Einkommen. 

Da die Verbesserung der Lebensbedingungen kleinbäuerlicher Familien in Subsahara-Afrika unmittelbar mit der Förderung von Frauen einhergeht, profitieren nicht nur die Frauen sondern auch ihre mehr als aktuell 28.000 Familienangehörigen von dieser Investition. 

Die Aid by Trade Foundation führt das Projekt in enger Kooperation mit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der lokalen Baumwollgesellschaft Ivoire Coton durch. Unterstützt wird es außerdem vom Textilunternehmen C&A.

Schulbildung in Sambia

Schulbildung in Sambia

Lesen, Schreiben, Rechnen - Für Menschen aus Industrienationen selbstverständlich, für afrikanische Kinder ein oft unerreichbarer Traum. Gerade in den ländlichen Regionen Sambias haben Kinder kaum eine Chance auf Schulbildung – kilometerlange, beschwerliche Schulwege, die zu Fuß bewältigt werden müssen, überfüllte Klassenräume ohne Tische und Bänke sowie fehlendes Lehrmaterial sind nur einige der Hindernisse. Um diesen Kindern die Möglichkeit zu geben, zur Schule zu gehen, wurden im Rahmen zweier Projekte insgesamt 18 Schulen in Sambia errichtet bzw. in Stand gesetzt sowie mit Schulbänken und Büchern ausgestattet. Für sauberes Trinkwasser und hygienische Lernbedingungen sorgen Brunnen und Investitionen in Sanitäreinrichtungen - denn neben der Versorgung mit Lebensmitteln aus den Schulgärten ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser überlebenswichtig. Die Projekte führte die Aid by Trade Foundation in enger Kooperation mit den lokalen Baumwollgesellschaften Cargill bzw. NWK Agri-Services in Sambia durch. Finanziell unterstützt werden sie außerdem von der Otto Group bzw. der Tchibo GmbH sowie in beiden Fällen von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das Schulprojekt in Kooperation mit der Otto Group konnte im März 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Lesen Sie mehr dazu hier. Über das Schulprojekt in Kooperation mit Tchibo erfahren Sie im Video unten mehr. 

Wasser- und Hygieneprojekt in Mosambik

Das Wasser- und Hygieneprojekt in Mosambik

Verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene zählen zu den Hauptursachen für die in vielen Ländern immer noch sehr hohe Kindersterblichkeit. Diese zu bekämpfen ist eines der acht Millennium-Entwicklungsziele, die die Weltgemeinschaft erreichen will. In enger Kooperation mit der Otto (GmbH & Co. KG), Care Mosambik, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der lokalen Baumwollgesellschaft Plexus Ltd. wird die Aid by Trade Foundation und ihre Cotton made in Africa Initiative mit einem neuen Kooperationsprojekt in Mosambik einen Beitrag zu diesem Ziel leisten: Zur Verbesserung der Wasserversorgung in den abgelegenen Baumwollanbaugebieten Mosambiks werden Brunnen gebaut. Eine Maßnahme, die ganz unmittelbar den Frauen und Mädchen der Dörfer zu Gute kommt: Eine bessere Versorgung mit Brunnen erspart den weiblichen Familienmitgliedern, die traditionell für das Wasserholen verantwortlich sind, weite und zeitaufwendige Wege. Damit einher geht die Chance, dass Mädchen die Schule besuchen können, was ihnen sonst häufig aufgrund ihrer häuslichen Pflichten verwehrt bleibt. Zudem wird die Trinkwasserqualität durch neue Brunnen erheblich verbessert. Der Bau von Latrinen und die in diesem Zusammenhang organisierte Sensibilisierung der Dorfbewohner für grundlegende Hygienemaßnahmen tragen zusätzlich dazu bei, dass ein wichtiger Faktor für Kindersterblichkeit, nämlich Durchfallerkrankungen, eingedämmt werden. Angesichts der sehr rudimentären Gesundheitsversorgung in vielen Gebieten in Mosambik sind diese Investitionen lebensnotwendig. Erfahren Sie mehr im Video: 

Fotos: OTTO

Wasser-und Sanitärprojekt in Simbabwe

Wasser- und Hygieneprojekt in Simbabwe

Weltweit haben 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keine angemessene Sanitärversorgung. 4 Milliarden Menschen - darunter insbesondere Kinder unter 5 Jahren - leiden unter den daraus resultierenden, oft tödlichen Krankheiten. Dagegen setzen sich seit März 2015 OTTO Österreich, die Aid by Trade Foundation, die Welthungerhilfe und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein. Gemeinsam investieren sie 320.000 Euro, um für saubere Wasser- und Sanitärversorgungen in den ländlichen RegionenSimbabweszu sorgen. In insgesamt 20 Dörferin der Baumwollanbauregion Gokwe-Süd werdenBrunnen errichtet und Sanitäreinrichtungen gebaut bzw. wiederin Stand gesetzt. Um einen möglichst nachhaltigen und langfristigen Effekt des Projekts zu gewährleisten, wird das Bewusstsein für gesundheitsfördernde Maßnahmen durch Schulungen und Kampagnen installierte Komitees werden sich um den nachhaltigen Gebrauch der angelegten Wasserstellen kümmern und fungieren als Schnittstelle zur Bevölkerung. Die Schulungen und Kampagnen des Projekts richten sich an rund 5.000 Schülerinnen und Schüler, die zu „Hygienebotschaftern“ ausgebildet werden und ihr Wissen als Multiplikatoren in ihre Familien weitergeben werden. 

Fotos: Welthungerhilfe