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Ausschnitte aus einer CmiA-Bildersammlung gegen Kinderarbeit

Für viele Kinder der Welt steht statt Freizeit und Schule harte körperliche Arbeit zu Hungerlöhnen an der Tagesordnung. Mit einer Verbesserung der Lebensbedingungen durch höhere Einkommen und durch Kooperationsprojekte unterstützt Cotton made in Africa den Kampf gegen Kinderarbeit. Bei CmiA finden die Konventionen 138 und 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labor Organisation ILO) Anwendung: Jede Form von ausbeuterischer Kinderarbeit, Arbeit die der Gesundheit und der Entwicklung der Kinder schadet und jede Art von Kinderarbeit, die außerhalb der Familie erbracht wird, ist nach den CmiA Kriterien streng verboten. Das gilt selbstverständlich auch für Kinderhandel und Zwangsarbeit.

Die an CmiA beteiligten Baumwollbauern arbeiten ausschließlich in kleinbäuerlichen Strukturen. Die Bewirtschaftung des max. 3 Hektar Ackerlandes wird fast ausschließlich im Familienverbund betrieben. Cotton made in Africa erkennt an, dass die Mitarbeit der Kinder auf den Feldern des elterlichen Hofes derzeit noch eine finanzielle Notwendigkeit für die Familien darstellt. Zudem ist die Mithilfe von Kindern in den CmiA-Projektländern als selbstverständlicher Teil des Lebens auf dem Hof verankert. Die Mithilfe von Kindern auf dem elterlichen Hof ist somit erlaubt, sofern ihnen ausreichend Zeit für Schulbesuch und Freizeit bleibt. Es greift aber immer das Verbot jeglicher Arbeit, die der Gesundheit und der Entwicklung der Kinder schaden kann. Das Ausbringen von Pestiziden ist also genauso untersagt wie das Tragen schwerer Lasten. Hingegen können die Kinder nach der Schule oder am Wochenende beispielsweise das Vertreiben von Rindern oder anderer Nutztieren aus den Baumwollfeldern übernehmen. In Zusammenarbeit mit dem renommierten amerikanischen Kinderbuchautor Donald Grant hat die Initiative Illustrationen zum Thema Kinderarbeit entwickelt, um die Menschen in den Baumwollgebieten über dieses wichtige Thema zu informieren, sie zu sensibilisieren und um ihnen zu zeigen, was erlaubt ist und was nicht.

Langfristige Lösungen gegen Kinderarbeit bietet vor allem ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, das zu sozialem Fortschritt und zur Förderung von Bildung führt. CmiA arbeitet in den ärmsten Ländern der Welt. In den ländlichen Gebieten fehlt eine stabile schulische Infrastruktur (keine Schulen, zu wenige Lehrer, keine Materialien, weite Schulwege etc.), sodass viele Kinder keine Schulbildung erhalten können. Hier setzt die Initiative CmiA mit ihrer Arbeit konkret an: Trainingsmaßnahmen führen zu höheren Erträgen und damit zu besserem Einkommen. Darüber hinaus engagiert sich Cotton made in Africa in Kooperation mit seinen öffentlichen und privaten Partnern in den Anbauregionen der Baumwolle und initiiert Schulprojekte für die Kinder der Bauernfamilien.