Landwirtschaftliche Schulungen der Kleinbauern

Schulung auf einem Baumwollfeld

Im Mittelpunkt der Arbeit von CmiA in den Projektländern steht die Aufgabe, die teilnehmenden Kleinbauern dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten im Baumwollanbau kontinuierlich zu verbessern und den Anbau durch die Einhaltung der CmiA-Kriterien auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. Dafür organisieren wir zusammen mit unseren lokalen Partnern Schulungen, in denen die Bauern effiziente und umweltschonende Anbautechniken erlernen, mit denen sie ihre Ernte und damit ihr Einkommen steigern können. Ein wichtiger Aspekt der nachhaltigen Anbautechniken von CmiA ist der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit  durch den Anbau in Fruchtfolge und das Anlegen von Kompostgruben zur Erzeugung von organischem Dünger. 

Eine Herausforderung im Baumwollanbau in Afrika ist der oftmals hohe und unsachgemäße Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Die Pestizid-Präparate werden falsch angewendet, unsachgemäß gelagert und entsorgt - unter anderem weil niemand in der Familie lesen kann und so die Verpackungsaufschriften nicht beachtet werden können. Das kann sowohl die Gesundheit der Bauern und ihrer Familien gefährden als auch der Umwelt schaden. Aus diesem Grund ist der korrekte Umgang mit Pestiziden ein wichtiges Thema der landwirtschaftlichen Schulungen. Ihre Verwendung unterliegt strengen Auflagen. So sind Pestizide verboten, die auf den Listen des Rotterdamer Übereinkommens über den Handel mit gefährlichen Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln (PIC Convention ) oder des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe (POP Convention) stehen. Ebenfalls verboten sind Pestizide, die durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als extrem oder hoch giftig eingestuft werden (WHO Klasse Ia/b ). Ein Verstoß gegen die Richtlinien führt zum Ausschluss von der Cotton made in Africa Initiative. 

CmiA arbeitet nach dem Schadschwellenprinzip, d.h. ein Pestizid wird nur dann auf das Feld ausgebracht, wenn der Schädlingsdruck auf dem Feld messbar zu hoch wird. Durch dieses Vorgehen verringert sich nicht nur der Pestizideinsatz, sondern die Bauern lernen Schritt für Schritt auch Schädlinge von Nützlingen zu unterscheiden und diese für den Anbau einzusetzen. Insgesamt sind die Vermittlung des korrekten und sicheren Umgangs mit Pestiziden (Ausbringung, Tragen von Schutzkleidung, fachgerechte Lagerung und Entsorgen der leeren Behälter) und die Unterscheidung von Schädlingen und Nützlingen wichtige Bestandteile der Trainingsmaßnahmen für die CmiA Kleinbauern.

Ein weiterer zentraler Schulungsinhalt ist die effiziente Verwendung von Regenwasser. Grundsätzlich wird beim Anbau nach CmiA Kriterien kein Frischwasser auf den Feldern zugeführt. Auch die Treibhausgas-Emissionen werden deutlich reduziert. Durch Schulungen lernen die Kleinbauern Düngemittel effizient und damit bewusst einzusetzen und Kompostgruben anzulegen, um organischen Dünger zu erzeugen. Bezogen auf ein Kilogramm Baumwollfaser emittiert CmiA-Baumwolle so bis zu 40% weniger Treibhausgas-Emissionen als konventionelle Baumwolle und spart im Vergleich zum globalen Durchschnitt mehr als 2.100 Liter Wasser. Erfahren Sie mehr..

Kontakt

Aid by Trade Foundation

Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

info@abt-foundation.org

Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 00

Fax: +49 (0)40  - 2576 755 - 11

Newsletter

Bleiben Sie mit uns in Kontakt