Symbol für Licht und Freiheit

Boaz Ogola über höhere Ernten, Mädchenschlafsäle und das Gefühl, eine ganz besondere Fackel zu tragen

Herr Ogola, welche Rolle spielen Sie bei der Baumwollgesellschaft Alliance Tanzania?

Ich bin für das Management des täglichen Geschäftsbetriebs verantwortlich, vertrete das Unternehmen aber auch in allen Regierungsangelegenheiten und natürlich solchen, die sich auf die Dorfgemeinschaften beziehen. Und ich koordiniere, beaufsichtige und leite die Umsetzung aller Projekte, die im Rahmen von CmiA durchgeführt werden.

Alliance Tanzania arbeitet seit 2014 mit CmiA zusammen, das erste Zertifikat wurde 2015 ausgestellt. Wie hat sich Ihr Betrieb seither entwickelt?

Beachtlich. Aufgrund unserer Bemühungen zur Förderung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen – einschließlich der Gleichstellung der Geschlechter – sind unsere Mitarbeiter hoch motiviert. Das führt zu besseren Ernten, hoher Produktivität und einer engen Beziehung zu den Menschen, die im Umfeld unserer Fabrik arbeiten, insbesondere zu den Kleinbauern, die von den Community Projekten profitieren. Durch unser Engagement im Vertragsanbau haben sich unsere Baumwolllieferungen erhöht, die Baumwollqualität hat sich durch Schulungen der Landwirte ungemein verbessert.

Alliance Tanzania setzt sich auch dafür ein, die Lebensgrundlagen der Baumwollanbaugemeinschaften zu verbessern. Können Sie einen Überblick über die Projekte geben?

Gemeinsam mit CmiA konnten wir verschiedene Gemeinschaftsprojekte realisieren. Im Gesundheitszentrum in Kasoli gelang es, das alte Gebäude zu renovieren und eine Entbindungsstation einzurichten, um die Sterblichkeitsraten von werdenden Müttern und Säuglingen zu senken. Wir installierten außerdem Bohrlöcher an verschiedenen Orten und bauten Wassersammelsysteme in Schulen, Gesundheitszentren und Gemüsegärten, um die Ernährungssituation der Gemeinde zu verbessern. Um die unzureichende Schulinfrastruktur zu verbessern, haben wir zudem zwölf moderne Klassenzimmer, 30 Latrinen und ein Mädchenschlafsaal in der Mwamlapa Secondary School errichtet.

Gibt es aus Ihrem Engagement für die Dorfgemeinschaften etwas, was herausragt?

Unsere Bemühungen für die Region Simiyu haben enorme Aufmerksamkeit bekommen. Während der offiziellen Übergabe des Klassenzimmer- und des ‚Busese‘ Wasserprojekts erhielten wir die ‚Uhuru Torch‘. Diese Fackel steht für Freiheit und Licht und wird jedes Jahr auf einer anderen Route durchs Land getragen. Da sie ein nationales Symbol ist, war es eine große Ehre für mich, sie zu halten.

Haben Sie schon Pläne für 2019, um einen ähnlichen Erfolg zu erzielen?

Was wirklich zählt, ist, dass es den Menschen besser geht – die Gemeinschaft braucht noch viel Unterstützung, ob bei der Gesundheit, der Bildung oder der Wasser- und Sanitärversorgung. 2019 werden wir uns stark auf den Bildungsbereich konzentrieren. Neben neuen Unterrichtsgebäuden für Grund- und weiterführende Schulen sowie dem Ausbau des Mädchenwohnheims mit Küche und Speisesaal werden wir auch mit dem Bau eines Zentrums zur Berufsbildung in Kasoli beginnen, also dem Gebiet, in dem viele unser Vertragsfarmer leben.

Was sind aus Ihrer Sicht die drei entscheidenden Aufgaben, um die Baumwollbranche in Tansania zukunftsfähig zu machen?

Zuerst würde ich das Konzept des Vertragsanbaus auf ein größeres Gebiet ausdehnen, um die Kleinbauern mit dem notwendigen Wissen auszustatten und so wiederum ihre Produktivität zu steigern. Außerdem würde ich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung im Bereich nachhaltiger Baumwollproduktion sorgen. Diese beinhaltet gute landwirtschaftliche Praxis, konservierende Bodenbearbeitung oder Integrierte Produktion und Schädlingsbekämpfung (IPPM). Nicht zuletzt ist aber auch die weitere Unterstützung der ländlichen Gemeinschaften nötig, indem man dazu beiträgt, dass die Dorfbewohner gesund und fröhlich sind.

Neues Projekt in Mosambik gestartet

Kenia, Ruanda und neuerdings auch Tansania: In vielen Ländern Afrikas sind Plastiktüten bereits verboten – während in Deutschland wohl erst ab 2020 keine Tüten mehr an den Ladenkassen ausgegeben werden dürfen. Allerdings ist der Plastikmüll ein großes Problem in Afrika. Aus diesem Grund hat Cotton made in Africa (CmiA) im April 2019 ein neues Projekt gestartet.

In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Baumwollgesellschaft JFS in Mosambik wurde ein Abgabesystem für leere Pestizid-Behälter aus Plastik geschaffen. Das Prinzip dahinter funktioniert wie folgt: An 220 Sammelstellen sammelt die Baumwollgesellschaft seit April alte Behälter ein und verkauft sie anschließend an ein regionales Recycling-Unternehmen. Einnahmen aus dem Verkauf kommen den Dorfbewohnern zu Gute. Für jeden gesammelten und abgegeben Behälter erhalten sie einen kleinen Geldbetrag als Aufwandsentschädigung ausgezahlt. Der darüber hinaus erwirtschaftete Gewinn fließt zurück in das Projekt – und sorgt dafür, dass es sich langfristig weiterentwickeln kann. Bis zu 20.000 Bäuerinnen und Bauern aus den umliegenden Dörfern können so ihr Einkommen aufbessern. Und die Behälter landen nicht in der kostbaren Natur, sondern werden umweltgerecht entsorgt und von einem lokalen Unternehmen recycelt.

An den Sammelstellen arbeiten über 220 Frauen aus den Dorfgemeinschaften – unter ihnen Baumwollbäuerinnen sowie andere Dorfbewohnerinnen. Sie ließen sich zu sogenannten „Eco-Activists“ ausbilden und haben gelernt, wie sie mit den Kanistern sicher umgehen. Dafür haben sie eine spezielle Ausrüstung bekommen: T-Shirt, Trainingsmaterial, Mundschutz, Handschuhe und Seife, um sich nach dem Einsatz zu waschen.

Radio-Sendungen, ein Erklärfilm und natürlich die „Eco-Activists“ selber machen das Projekt bekannt und sorgen dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern sowie alle anderen Dorfbewohner bewusster mit dem Plastikmüll umgehen. Sie lernen anhand des Projekts, wie sehr die richtige Entsorgung ihnen und der Umwelt zu Gute kommt. Venancio Airone ist einer von ihnen und freut sich darüber. Der Baumwollbauer berichtet, wie gut es bei seinen Kolleginnen und Kollegen ankommt. „Und es ist gut für mich, weil ich die Behälter jetzt anders entsorge – viel besser als sie in den Fluss zu werfen oder sie zu verbrennen.“

Auch für die 28-jährige Baumwollbäuerin Elis Pedro Manuel ist das Sammel- und Recycling-Projekt ein Fortschritt: „Es ist gut für uns Bauern und für unsere Böden. Früher mussten wir die Behälter vergraben und verbrennen. Heute wissen wir, wie sehr das unserer Umwelt schadet und dass wir damit unsere eigenen Böden weniger fruchtbar machen“, sagt sie.

Verstärken Sie unser Team als Projektmanager (m/w/d) für Verifizierungsmanagement bei der Aid by Trade Foundation in Hamburg - zunächst befristet für 2 Jahre

Die Aid by Trade Foundation bringt in der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) unterschiedliche Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zusammen und baut im Sinne eines „social business“ eine Nachfrageallianz zur Abnahme der nachhaltig produzierten CmiA-Baumwolle auf.

Mit „Entwicklungszusammenarbeit durch Handel“ trägt die Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen von afrikanischen Baumwollbauern und ihren Familien und zum Umweltschutz bei. Weitere Schwerpunkte liegen in der Entwicklung und Überprüfung des Nachhaltigkeitsstandards, dem Wirkungsmonitoring, dem Kontakt zu den Produzenten in Afrika und deren kontinuierliche Verbesserung der Performance, sowie in der Durchführung von CmiA Kooperationsprojekten.

Was Sie erwartet

  • Sie sind zuständig für die Auswahl und Qualifizierung der beauftragten Zertifizierungsunternehmen und verantworten die Aus- und Weiterbildung der Auditoren
  • Sie verantworten das Key Account Partner Management in Richtung der Partner-Baumwollgesellschaften im östlichen und südlichen Afrika und begleiten die Partner bei der Umsetzung des CmiA-Standards im kleinbäuerlichen Umfeld
  • Sie stellen das Management und Qualitätsmonitoring der Zertifizierungseinsätze im anglophonen Afrika sicher
  • Sie bringen sich ein in die Weiterentwicklung des CmiA Baumwollstandards sowie von standard-relevanten Hintergrunddokumenten, Positionspapieren, Schulungsmaterialien etc.
  • Sie unterstützen notwendige Arbeiten zur Mitgliedschaft bei ISEAL
  • Sie bereiten relevante Informationen für den Bereich Marketing und Kommunikation auf, um die Erfolge der CmiA Initiative zu kommunizieren
  • Sie unterstützen die Bereichsleitung in der Erstellung von Berichten für die Gremien der AbTF
  • Weitere Einsatzfelder liegen in der Organisation von Workshops und Konferenzen
  • Perspektivisch verantworten Sie die Auditierung des derzeit in der Erarbeitung befindlichen Good Cashmere Standards, der in China zur Anwendung kommen wird.

Was Sie mitbringen sollten

  • Abgeschlossenes Studium der Agrar-, Natur-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften bzw. eine vergleichbare Qualifikation & mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
  • Nachweisbares Know-how zu Audits von nachhaltig produzierten (Agrar-)Rohstoffen
  • Fachkenntnisse zu Tierhaltung & Tierwohl sind wünschenswert
  • Teamplayer mit Kommunikationstalent, gepaart mit sorgfältiger Arbeitsweise, ausgeprägtem Analysevermögen, Zielorientierung und Entscheidungsfähigkeit
  • Fähigkeit komplexe Aufgaben zu managen und Prioritäten zu setzen
  • Affinität zu Zahlen und zu digitalen Lösungen
  • Hohe interkulturelle Kompetenz
  • Fließendes Deutsch sowie verhandlungssicheres Englisch werden vorausgesetzt, gute Französisch-Kenntnisse sind von Vorteil
  • Sehr gute EDV- und MS-Office Kenntnisse ein Muss, Salesforce-Kenntnisse ein Plus
  • Bereitschaft zu Reisen (Tropentauglichkeit)
  • Identifikation mit den Zielen und Werten der Aid by Trade Foundation

Einsatzort ist Hamburg.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne per Email) mit Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Starttermin.

Für Rückfragen / Bewerbungen:

Alexandra Perschau, Aid by Trade Foundation
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel. 040 / 2576 755-31

Baumwolle als Naturfaser ist einer der wichtigsten Rohstoffe in der textilen Wertschöpfungskette. Mit rund 30 Millionen Tonnen, die für 2030 prognostiziert werden, liegt es laut FAO nach Polyester an zweiter Stelle des Gesamtfaserbedarfs. Afrikanische Baumwolle wird fast ausschließlich von Kleinbauern produziert. Sie dient ihnen als so genannte Cash-Crop. Dies bedeutet, dass viele Kleinbauern mit dem Einkommen aus Baumwolle ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder finanzieren. Aber das Baumwollgeschäft ist hart. Kleinbauern im ländlichen Afrika müssen sich mit anstrengender körperlicher Arbeit, geringem Zugang zu Bildung und internationalem Handel sowie den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen. Darüber hinaus sind afrikanische Bauern in der Öffentlichkeit kaum präsent.

Zwei von einer Million Bauern, mit denen Cotton made in Africa (CmiA) zusammenarbeitet, sind Sabina und Paul - ein Paar aus Tansania. Sabina und Paul bauen auf ihrem kleinen Feld gemeinsam Baumwolle an. Beide hatten damals nur die Möglichkeit die Grundschule zu beenden. Was ihnen heute bei ihrer täglichen Arbeit sehr hilft, sind die landwirtschaftlichen Schulungen, die CmiA den Kleinbauern in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Baumwollgesellschaft Alliance anbietet. Dabei lernen sie neue und nachhaltige Anbaumethoden sowie -techniken kennen, die ihnen helfen, ihre Erträge und ihr Einkommen zu verbessern und zu steigern. Die Schulungen werden von einem landwirtschaftlichen Berater geleitet, der eine kleine Gruppe von Kleinbauern regelmäßig zu verschiedenen Aspekten des Baumwollanbaus und darüber hinaus schult. Während ihres Trainings erfuhren Sabina und Paul auch von den Bio-Pestiziden: „Anfangs haben wir uns gefragt, ob diese wirklich funktionieren. Aber jetzt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden “, sagten sie und fügten erfreut hinzu: „Von der letzten bis zu dieser Saison konnten wir unsere Erträge von 500 kg auf 800 kg pro Hektar steigern.“ Auf die Frage was sie sich für ihren Sohn Johann wünschen sagten sie: „Wir möchten, dass unsere Kinder mehr lernen als wir. Unser Wunsch für Johann ist es, dass er Lehrer an einer Schule wird. “

Jedes Textil mit dem Cotton made in Africa Label trägt dazu bei die Umwelt zu schützen und die Menschen in den Anbaugebieten der Baumwolle zu unterstützen. Konsumenten können die Textilien an dem Cotton made in Africa Label wiedererkennen. Im Jahr 2018 erzielte CmiA ein explosionsartiges Wachstum in der Nachfrage als auch in der Produktion. Die Nachfrage von CmiA-Baumwolle stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 14 Prozent. 46 Unternehmen und Modemarke produzierten rund 103 Millionen CmiA-gekennzeichnete Textilien. Rund 100 Textilhersteller in 19 Textilproduktionsmärkten weltweit - davon sieben in Afrika - arbeiten mit CmiA-zertifizierter Baumwolle aus Afrika. Insgesamt 580.000 Tonnen entkörnte Baumwolle wurden 2018 nach dem Standard Cotton made in Africa zertifiziert.

Verstärken Sie unser Team im Bereich Foto- und Videodatenbank/Archiv bei Cotton made in Africa in Hamburg als Praktikant (m/w/d) für 3 Monate

ÜBER UNS

Die im Jahr 2005 von Dr. Michael Otto gegründete Aid by Trade Foundation bringt in der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) unterschiedliche Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zusammen und baut im Sinne eines „social business“ eine Nachfrageallianz zur Abnahme der nachhaltig produzierten CmiA-Baumwolle auf. Mit „Entwicklungszusammenarbeit durch Handel“ trägt die Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Baumwollbauern und ihren Familien in Afrika und zum Umweltschutz bei. Viele Textilunternehmen nutzen Cotton made in Africa für ihre Kollektionen. Über die ATAKORA Fördergesellschaft GmbH wird die weltweite Vermarktung der Markenrechte an Cotton made in Africa durchgeführt, in deren Rahmen Lizenz- und Partnerschaftsverträge mit den verschiedenen Akteuren in der textilen Wertschöpfungskette geschlossen werden.

WAS SIE ERWARTET:

Als Praktikant (m/w/d) im Bereich Foto- und Videodatenbank/Archiv bei Cotton made in Africa 

  • arbeiten Sie in einem kleinen motivierten Team mit internationaler Ausrichtung
  • übernehmen Sie Projektverantwortung für den Launch unseres digitalen Medienarchivs
  • erstellen, organisieren und pflegen Sie eigenständig unser digitales Medienarchiv
  • überprüfen Sie Bild- sowie Videoqualität
  • legen Sie sinnhafte Schlagwortsammlungen (auf Englisch) für das Medienarchiv an
  • katalogisieren Sie die entsprechenden Bilder, Videos oder Dokumente entsprechend der Schlagwortsammlungen

WAS SIE MITBRINGEN SOLLTEN:

  • Sie studieren Archiv- bzw. Bibliothekswissenschaften oder Informations- und Datenmanagement
  • Sie haben bereits erste einschlägige Erfahrungen im Bereich Archivwesen, Bildredaktion oder Datenbankpflege gesammelt
  • Sie haben bereits Erfahrungen im Umgang mit Bildverwaltungsprogrammen wie Pixx.io, Adobe Bridge, ImagePlant oder ähnliches sammeln können
  • Sie verfügen über ein gutes Gespür für Branding und Kommunikation
  • Sie sind zuverlässig und arbeiten gerne strukturiert, genau und selbstständig
  • Teamfähigkeit, Flexibilität sowie gutes organisatorisches Geschick in einem kollegialen und hochmotivierten Umfeld zeichnen Sie aus
  • Sie überzeugen durch Verantwortungsbewusstsein und Eigenmotivation
  • Sie verfügen über gute Englischkenntnisse
  • Es handelt sich um ein Pflichtpraktikum

Die Stelle hat einen Umfang von 39 Stunden/Woche. Einsatzort ist Hamburg. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne per Email) und dem frühestmöglichen Starttermin.

Für Rückfragen / Bewerbungen:
Christina Ben Bella, Aid by Trade Foundation
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 040 / 2576 755-21

Seitdem 2013 das Gebäude der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh eingestürzt ist und mehr als 1.100 Menschen unter sich begraben hat, fragen sich immer mehr von uns: Woher kommen meine T-Shirts eigentlich? Unter welchen Bedingungen wurden sie hergestellt? Wie leben und arbeiten die Menschen, die an der Herstellung meines Pullovers beteiligt waren? Welche Folgen hat unser Konsum für unsere Umwelt und die Menschen hinter unserer Kleidung? Diese und weitere Fragen haben in den vergangenen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Folge: Immer mehr von uns wünschen sich Kleidung, für die weder die Umwelt noch die Menschen, die sie produziert haben, gelitten haben.

Wenn wir die Umwelt schonen und die Produktionsbedingungen verbessern wollen, dann ist klar: Weniger ist mehr und Siegel bieten Hilfe bei der Suche nach nachhaltigen Produkten!

Bei Kleidungsstücken, die ein Label von Cotton made in Africa eingenäht haben, können Konsumenten Baumwollbäuerinnen und Baumwollbauern in Afrika unterstützen und die Umwelt schonen. Der Cotton made in Africa Standard steht für nachhaltig produzierte Baumwolle aus Afrika, arbeitet mit eine Million Kleinbauern in elf Ländern Subsahara Afrikas zusammen und zertifiziert sowohl die Arbeit der Kleinbauern auf dem Feld, die Verarbeitung des Rohstoffs in der so genannten Entkörnungsfabrik und die  afrikanischen Baumwollfirmen, die die Kleinbauern vor Ort schulen. Madeleine Tringal aus Mafa-Kilda in Nordkamerun nimmt regelmäßig an diesen Schulungen teil. Sie lernt zum Beispiel viel über die richtige Fruchtfolge auf den Feldern, um so die Fruchtbarkeit ihres Bodens zu erhalten. „Dank des Trainings kann ich gut planen, was ich auf meinem Feld anbauen werde. Das hat für uns als Familie den Vorteil, dass wir unsere Ressourcen gezielter einsetzen und damit sogar Geld sparen können.“ Die Schulungen helfen Madeleine dabei, mithilfe der Landwirtschaft eine Lebensgrundlage für sich und ihre fünf Kinder zu sichern. „Darüber hinaus hat das Coaching den Zusammenhalt in unserer Bauerngruppe gestärkt“, erzählt Madeleine. Die Schulungen sind speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen ausgerichtet.

Das Leben von Madeleine und der anderen Baumwollbäuerinnen, die an dem Programm teilnehmen, hat sich stark verändert – zum Guten: sie haben mehr Geld zur Verfügung, sind unabhängiger und konnten ihre Rolle als Frauen in der Gemeinschaft stärken. All das können Textilfirmen als Partner der Initiative und letztlich wir als Kundinnen und Kunden mit dem Kauf eines CmiA gelabelten Produktes unterstützen.

Kontakt

Aid by Trade Foundation

Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

info@abt-foundation.org

Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 0

Fax: +49 (0)40  - 2576 755 - 11

CmiA Repräsentanz Asien | Bangladesch

Mahbub Khan

H#11, R#113/A, Gulshan-2
1212 Dhaka
Bangladesch
Mobil: +88 (0)171 - 312 - 2417
Mail: mahbub.khan@abt-foundation.net

CmiA Koordinator Qualitätssicherung für Zentral- und Westafrika

Younoussa Imorou Ali
younoussa.imorouali@abt-foundation.net
Mob: +229 97 29 34 96 / 94 15 67 67
Skype : yimorouali

Newsletter

Anrede

 
 
Sie können Ihre Meinung jederzeit ändern, indem Sie auf den Abbestellungs-Link klicken, den Sie in der Fußzeile jeder E-Mail, die Sie von uns erhalten, finden können, oder indem Sie uns unter info@abt-foundation.org kontaktieren. Wir werden Ihre Informationen mit Sorgfalt und Respekt behandeln. Weitere Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken finden Sie auf unserer Website. Indem Sie unten klicken, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihre Informationen in Übereinstimmung mit diesen Bedingungen verarbeiten dürfen.

Hier lesen Sie mehr zu unseren Datenschutzbestimmungen

Bleiben Sie mit uns in Kontakt