Neues Projekt in Mosambik gestartet

Kenia, Ruanda und neuerdings auch Tansania: In vielen Ländern Afrikas sind Plastiktüten bereits verboten – während in Deutschland wohl erst ab 2020 keine Tüten mehr an den Ladenkassen ausgegeben werden dürfen. Allerdings ist der Plastikmüll ein großes Problem in Afrika. Aus diesem Grund hat Cotton made in Africa (CmiA) im April 2019 ein neues Projekt gestartet.

In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Baumwollgesellschaft JFS in Mosambik wurde ein Abgabesystem für leere Pestizid-Behälter aus Plastik geschaffen. Das Prinzip dahinter funktioniert wie folgt: An 220 Sammelstellen sammelt die Baumwollgesellschaft seit April alte Behälter ein und verkauft sie anschließend an ein regionales Recycling-Unternehmen. Einnahmen aus dem Verkauf kommen den Dorfbewohnern zu Gute. Für jeden gesammelten und abgegeben Behälter erhalten sie einen kleinen Geldbetrag als Aufwandsentschädigung ausgezahlt. Der darüber hinaus erwirtschaftete Gewinn fließt zurück in das Projekt – und sorgt dafür, dass es sich langfristig weiterentwickeln kann. Bis zu 20.000 Bäuerinnen und Bauern aus den umliegenden Dörfern können so ihr Einkommen aufbessern. Und die Behälter landen nicht in der kostbaren Natur, sondern werden umweltgerecht entsorgt und von einem lokalen Unternehmen recycelt.

An den Sammelstellen arbeiten über 220 Frauen aus den Dorfgemeinschaften – unter ihnen Baumwollbäuerinnen sowie andere Dorfbewohnerinnen. Sie ließen sich zu sogenannten „Eco-Activists“ ausbilden und haben gelernt, wie sie mit den Kanistern sicher umgehen. Dafür haben sie eine spezielle Ausrüstung bekommen: T-Shirt, Trainingsmaterial, Mundschutz, Handschuhe und Seife, um sich nach dem Einsatz zu waschen.

Radio-Sendungen, ein Erklärfilm und natürlich die „Eco-Activists“ selber machen das Projekt bekannt und sorgen dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern sowie alle anderen Dorfbewohner bewusster mit dem Plastikmüll umgehen. Sie lernen anhand des Projekts, wie sehr die richtige Entsorgung ihnen und der Umwelt zu Gute kommt. Venancio Airone ist einer von ihnen und freut sich darüber. Der Baumwollbauer berichtet, wie gut es bei seinen Kolleginnen und Kollegen ankommt. „Und es ist gut für mich, weil ich die Behälter jetzt anders entsorge – viel besser als sie in den Fluss zu werfen oder sie zu verbrennen.“

Auch für die 28-jährige Baumwollbäuerin Elis Pedro Manuel ist das Sammel- und Recycling-Projekt ein Fortschritt: „Es ist gut für uns Bauern und für unsere Böden. Früher mussten wir die Behälter vergraben und verbrennen. Heute wissen wir, wie sehr das unserer Umwelt schadet und dass wir damit unsere eigenen Böden weniger fruchtbar machen“, sagt sie.

Verstärken Sie unser Team als Projektmanager (m/w/d) für Verifizierungsmanagement bei der Aid by Trade Foundation in Hamburg - zunächst befristet für 2 Jahre

Die Aid by Trade Foundation bringt in der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) unterschiedliche Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zusammen und baut im Sinne eines „social business“ eine Nachfrageallianz zur Abnahme der nachhaltig produzierten CmiA-Baumwolle auf.

Mit „Entwicklungszusammenarbeit durch Handel“ trägt die Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen von afrikanischen Baumwollbauern und ihren Familien und zum Umweltschutz bei. Weitere Schwerpunkte liegen in der Entwicklung und Überprüfung des Nachhaltigkeitsstandards, dem Wirkungsmonitoring, dem Kontakt zu den Produzenten in Afrika und deren kontinuierliche Verbesserung der Performance, sowie in der Durchführung von CmiA Kooperationsprojekten.

Was Sie erwartet

  • Sie sind zuständig für die Auswahl und Qualifizierung der beauftragten Zertifizierungsunternehmen und verantworten die Aus- und Weiterbildung der Auditoren
  • Sie verantworten das Key Account Partner Management in Richtung der Partner-Baumwollgesellschaften im östlichen und südlichen Afrika und begleiten die Partner bei der Umsetzung des CmiA-Standards im kleinbäuerlichen Umfeld
  • Sie stellen das Management und Qualitätsmonitoring der Zertifizierungseinsätze im anglophonen Afrika sicher
  • Sie bringen sich ein in die Weiterentwicklung des CmiA Baumwollstandards sowie von standard-relevanten Hintergrunddokumenten, Positionspapieren, Schulungsmaterialien etc.
  • Sie unterstützen notwendige Arbeiten zur Mitgliedschaft bei ISEAL
  • Sie bereiten relevante Informationen für den Bereich Marketing und Kommunikation auf, um die Erfolge der CmiA Initiative zu kommunizieren
  • Sie unterstützen die Bereichsleitung in der Erstellung von Berichten für die Gremien der AbTF
  • Weitere Einsatzfelder liegen in der Organisation von Workshops und Konferenzen
  • Perspektivisch verantworten Sie die Auditierung des derzeit in der Erarbeitung befindlichen Good Cashmere Standards, der in China zur Anwendung kommen wird.

Was Sie mitbringen sollten

  • Abgeschlossenes Studium der Agrar-, Natur-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften bzw. eine vergleichbare Qualifikation & mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
  • Nachweisbares Know-how zu Audits von nachhaltig produzierten (Agrar-)Rohstoffen
  • Fachkenntnisse zu Tierhaltung & Tierwohl sind wünschenswert
  • Teamplayer mit Kommunikationstalent, gepaart mit sorgfältiger Arbeitsweise, ausgeprägtem Analysevermögen, Zielorientierung und Entscheidungsfähigkeit
  • Fähigkeit komplexe Aufgaben zu managen und Prioritäten zu setzen
  • Affinität zu Zahlen und zu digitalen Lösungen
  • Hohe interkulturelle Kompetenz
  • Fließendes Deutsch sowie verhandlungssicheres Englisch werden vorausgesetzt, gute Französisch-Kenntnisse sind von Vorteil
  • Sehr gute EDV- und MS-Office Kenntnisse ein Muss, Salesforce-Kenntnisse ein Plus
  • Bereitschaft zu Reisen (Tropentauglichkeit)
  • Identifikation mit den Zielen und Werten der Aid by Trade Foundation

Einsatzort ist Hamburg.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne per Email) mit Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Starttermin.

Für Rückfragen / Bewerbungen:

Alexandra Perschau, Aid by Trade Foundation
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel. 040 / 2576 755-31

Wenn wir an Klimaschutz denken, fallen uns meistens zuerst Dinge ein wie: Wir sollten weniger fliegen und so CO2 vermeiden. Oder: wenn wir weniger Fleisch essen, wird auch weniger Land für Futtermittel benötigt. Wie die Menschen die Landfläche nutzen, hat tatsächlich eine enorme Auswirkung auf das Klima. Deshalb widmet sich der neueste IPCC Report (Intergovernmental Panel on Climate Change, auch: Weltklimarat) in einem Sonderbericht diesem Thema. Dort heißt es, dass die Menschen bereits etwa 70 Prozent der weltweiten Fläche nutzen (die vereisten Gebiete ausgenommen). Sie bauen dort Nahrung, Futtermittel oder Textilfasern an, bewirtschaften Wälder oder erzeugen Energie. Führen wir uns vor Augen, wie das überwiegend geschieht, entsteht ein beängstigendes Bild: Wertvolle Wälder werden abgeholzt, damit dort beispielsweise Kühe weiden oder Ölpalmen wachsen können. Keine schöne Vorstellung! Deshalb: Wenn wir kostbare Flächen nutzen, dann möglichst nachhaltig und klimafreundlich.

Was wir als Verbraucherinnen und Verbraucher damit zu tun haben? Eine Menge: wir können uns zum Beispiel umweltbewusster ernähren und auch kleiden. Muss es wirklich schon wieder ein neues T-Shirt sein? Und wenn ja, woher kommt es überhaupt? Wie wird die Baumwolle angebaut, die in diesem T-Shirt steckt? Die ganz großen Mengen der Baumwollernte stammen zumeist aus Monokulturen in Brasilien oder den USA – geerntet wird mit riesigen Maschinen und unter Einsatz von giftigen Entlaubungsmitteln.

Es geht zum Glück auch anders: Etwa eine Million Kleinbauern aus zehn Ländern Afrikas werden aktuell von Cotton made in Africa in nachhaltigen und effizienten Anbaumethoden geschult. Der Baumwollanbau sichert vielen afrikanischen Kleinbauern und ihren Familien den Lebensunterhalt. Vor Ort arbeitet CmiA mit zertifizierten Baumwollgesellschaften zusammen. Von den geschulten Mitarbeitern der Baumwollgesellschaften lernen die Kleinbauern, wie sie Baumwolle möglichst schonend für die Umwelt anbauen können und welche Methoden ihnen helfen effizient mit ihren Ressourcen umzugehen. „Vor CmiA habe ich die Baumwolle willkürlich angepflanzt, aber jetzt habe ich Kenntnisse über gute landwirtschaftliche Praktiken“, sagt Miriam Muhindo, Baumwollbäuerin aus Uganda. In den landwirtschaftlichen Schulungen hat Miriam wertvolles Know-how über den Baumwollanbau gelernt. Sie hat so nicht nur ihre Ernte, sondern auch ihr Einkommen steigern können. „Ich denke jetzt darüber nach, wie ich den Boden rechtzeitig für den Anbau der Baumwolle vorbereite, sähe die Baumwollsamen frühzeitig aus, sorge dafür, dass ausreichend viele Pflanzen genügend Platz zum Wachsen haben und sorge regelmäßig dafür, das Unkraut zu jäten bevor es überhandnimmt“, erzählt sie.

Schonende Schädlingsbekämpfung, natürlicher Regenfall statt Bewässerung, und der Anbau in Fruchtwechsel zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit – so sieht eine sinnvolle und nachhaltige Flächennutzung aus. Und so könnte es gehen, wenn wir Umwelt und Klima schonen wollen und auch hin und wieder ein neues T-Shirt im Schrank haben möchten.

Verstärken Sie unser Team im Bereich Foto- und Videodatenbank/Archiv bei Cotton made in Africa in Hamburg als Praktikant (m/w/d) für 3 Monate

ÜBER UNS

Die im Jahr 2005 von Dr. Michael Otto gegründete Aid by Trade Foundation bringt in der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) unterschiedliche Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zusammen und baut im Sinne eines „social business“ eine Nachfrageallianz zur Abnahme der nachhaltig produzierten CmiA-Baumwolle auf. Mit „Entwicklungszusammenarbeit durch Handel“ trägt die Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Baumwollbauern und ihren Familien in Afrika und zum Umweltschutz bei. Viele Textilunternehmen nutzen Cotton made in Africa für ihre Kollektionen. Über die ATAKORA Fördergesellschaft GmbH wird die weltweite Vermarktung der Markenrechte an Cotton made in Africa durchgeführt, in deren Rahmen Lizenz- und Partnerschaftsverträge mit den verschiedenen Akteuren in der textilen Wertschöpfungskette geschlossen werden.

WAS SIE ERWARTET:

Als Praktikant (m/w/d) im Bereich Foto- und Videodatenbank/Archiv bei Cotton made in Africa 

  • arbeiten Sie in einem kleinen motivierten Team mit internationaler Ausrichtung
  • übernehmen Sie Projektverantwortung für den Launch unseres digitalen Medienarchivs
  • erstellen, organisieren und pflegen Sie eigenständig unser digitales Medienarchiv
  • überprüfen Sie Bild- sowie Videoqualität
  • legen Sie sinnhafte Schlagwortsammlungen (auf Englisch) für das Medienarchiv an
  • katalogisieren Sie die entsprechenden Bilder, Videos oder Dokumente entsprechend der Schlagwortsammlungen

WAS SIE MITBRINGEN SOLLTEN:

  • Sie studieren Archiv- bzw. Bibliothekswissenschaften oder Informations- und Datenmanagement
  • Sie haben bereits erste einschlägige Erfahrungen im Bereich Archivwesen, Bildredaktion oder Datenbankpflege gesammelt
  • Sie haben bereits Erfahrungen im Umgang mit Bildverwaltungsprogrammen wie Pixx.io, Adobe Bridge, ImagePlant oder ähnliches sammeln können
  • Sie verfügen über ein gutes Gespür für Branding und Kommunikation
  • Sie sind zuverlässig und arbeiten gerne strukturiert, genau und selbstständig
  • Teamfähigkeit, Flexibilität sowie gutes organisatorisches Geschick in einem kollegialen und hochmotivierten Umfeld zeichnen Sie aus
  • Sie überzeugen durch Verantwortungsbewusstsein und Eigenmotivation
  • Sie verfügen über gute Englischkenntnisse
  • Es handelt sich um ein Pflichtpraktikum

Die Stelle hat einen Umfang von 39 Stunden/Woche. Einsatzort ist Hamburg. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne per Email) und dem frühestmöglichen Starttermin.

Für Rückfragen / Bewerbungen:
Christina Ben Bella, Aid by Trade Foundation
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 040 / 2576 755-21

Seitdem 2013 das Gebäude der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh eingestürzt ist und mehr als 1.100 Menschen unter sich begraben hat, fragen sich immer mehr von uns: Woher kommen meine T-Shirts eigentlich? Unter welchen Bedingungen wurden sie hergestellt? Wie leben und arbeiten die Menschen, die an der Herstellung meines Pullovers beteiligt waren? Welche Folgen hat unser Konsum für unsere Umwelt und die Menschen hinter unserer Kleidung? Diese und weitere Fragen haben in den vergangenen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Folge: Immer mehr von uns wünschen sich Kleidung, für die weder die Umwelt noch die Menschen, die sie produziert haben, gelitten haben.

Wenn wir die Umwelt schonen und die Produktionsbedingungen verbessern wollen, dann ist klar: Weniger ist mehr und Siegel bieten Hilfe bei der Suche nach nachhaltigen Produkten!

Bei Kleidungsstücken, die ein Label von Cotton made in Africa eingenäht haben, können Konsumenten Baumwollbäuerinnen und Baumwollbauern in Afrika unterstützen und die Umwelt schonen. Der Cotton made in Africa Standard steht für nachhaltig produzierte Baumwolle aus Afrika, arbeitet mit eine Million Kleinbauern in elf Ländern Subsahara Afrikas zusammen und zertifiziert sowohl die Arbeit der Kleinbauern auf dem Feld, die Verarbeitung des Rohstoffs in der so genannten Entkörnungsfabrik und die  afrikanischen Baumwollfirmen, die die Kleinbauern vor Ort schulen. Madeleine Tringal aus Mafa-Kilda in Nordkamerun nimmt regelmäßig an diesen Schulungen teil. Sie lernt zum Beispiel viel über die richtige Fruchtfolge auf den Feldern, um so die Fruchtbarkeit ihres Bodens zu erhalten. „Dank des Trainings kann ich gut planen, was ich auf meinem Feld anbauen werde. Das hat für uns als Familie den Vorteil, dass wir unsere Ressourcen gezielter einsetzen und damit sogar Geld sparen können.“ Die Schulungen helfen Madeleine dabei, mithilfe der Landwirtschaft eine Lebensgrundlage für sich und ihre fünf Kinder zu sichern. „Darüber hinaus hat das Coaching den Zusammenhalt in unserer Bauerngruppe gestärkt“, erzählt Madeleine. Die Schulungen sind speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen ausgerichtet.

Das Leben von Madeleine und der anderen Baumwollbäuerinnen, die an dem Programm teilnehmen, hat sich stark verändert – zum Guten: sie haben mehr Geld zur Verfügung, sind unabhängiger und konnten ihre Rolle als Frauen in der Gemeinschaft stärken. All das können Textilfirmen als Partner der Initiative und letztlich wir als Kundinnen und Kunden mit dem Kauf eines CmiA gelabelten Produktes unterstützen.

Sie ernähren und versorgen die ganze Familie, arbeiten auf den Feldern und tragen schwere Lasten: in Subsahara-Afrika leisten Frauen einen Großteil der Arbeit auf dem Feld und im Haushalt und kümmern sich um das Wohlergehen der ganzen Familie– und sind doch abhängig von ihren Männern. Der Grund: Den Frauen fehlen häufig die Rechte, die Stellung in der Gesellschaft und die eigenen finanziellen Mittel. In Entwicklungsländern leiden sie daher immer noch am stärksten unter Armut und haben weniger Chancen auf Bildung.

Genau hier setzt Nyambe mit ihrer Arbeit an. Seit 2014 arbeitet sie als Frauenbeauftragte für CGL (Parrogate) in Sambia, dem Land der Wasserfälle im südlichen Afrika. Parrogate ist eine Baumwollgesellschaft und zertifizierter Partner von Cotton made in Africa (CmiA). Im Rahmen der Kooperation zwischen CGL und CmiA schult Nyambe Kleinbäuerinnen in betriebs- und landwirtschaftlichen Themen. „Ich besuche die Frauen regelmäßig und schule sie in Themen wie Gleichberechtigung, betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen und kläre sie über Kinderarbeit auf.“ Die meisten von ihnen hatten nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Sie weiß genau, wie sie die Frauen – die häufig weder lesen noch schreiben können – erreichen kann: Die Mitarbeiterin von CGL nutzt deswegen Bilderbücher, auf denen typische Situationen aus dem Alltag der Frauen abgebildet sind. So kann Nyambe ihnen noch besser erklären und verdeutlichen, wie Frauen eigene Projekte umsetzen und zu Vorbildern für andere werden können. „Wenn die Frauen die Illustrationen sehen, können sie die Perspektive wechseln und verstehen das Thema Gleichberechtigung viel besser.“ Neben diesen Schulungen ist Nyambe Ansprechpartnerin für besondere Projekte – den so genannten Community Kooperationsprojekten, die von der Aid by Trade Foundation gefördert werden. Frauengruppen wird damit ermöglicht eine Anschubfinanzierung für eigene Projekte zu erhalten. „Meine Aufgabe ist es, im Namen der Frauengruppen Anträge zu verfassen und Budgets zu planen. Die Frauen teilen mir ihre Ideen mit, ich betreue ihre Projekte und behalte den Überblick“, sagt die junge Frau.

Die Frauen nehmen aus Nyambes Schulungen eine Menge mit: Sie lernen zertifizierte Baumwolle anzubauen, werden eigenständiger und entwickeln neue Projektideen. Eine Frauengruppe hat Nyambe besonders beeindruckt. Die Frauen, die sie betreut hat, erhielten Startkapital, um ein Bekleidungsgeschäft zu eröffnen. Doch sie machten noch viel mehr daraus: Sie nutzten ihr  betriebswirtschaftliches Wissen und boten nicht nur Kleidung, sondern auch Lebensmittel an. „Es war für mich bewegend zu sehen. Die Frauen zeigten mir, dass sie unabhängig sind und Entscheidungen selbst treffen können, die ihnen und ihrem Geschäft zugute kommen.“

Nyambe kann stolz sein auf ihren Erfolg und auf das, was sie bisher erreichen konnte. „Mein größter Wunsch ist es, mehr Geld für die Frauengruppen zu beschaffen, damit ich ihnen helfen kann, ihr Leben in der Gesellschaft zu verändern. Ich will den Frauen Hoffnung geben, die versuchen, von der Landwirtschaft zu überleben“, sagt sie. „Wenn die Frauen gestärkt werden, hilft das ganzen Familien.“ Trainings und Projektunterstützung, wie Nyambe sie gibt, sind ein zentraler Bestandteil des Cotton made in Africa Programms. Die Initiative ergänzt damit die in den CmiA-Kriterien festgeschriebenen Maßnahmen zur Gleichberechtigung von Frau und Mann.

Die Arbeit der Frauenbeauftragten wird durch eine Spende der Ana Kwa Ana Foundation ko-finanziert. Ana Kwa Ana ist eine von Janina Özen-Otto, Tochter des AbTF-Gründers Prof. Dr. Michael Otto, 2009 gegründete Stiftung (zu Deutsch: Hand in Hand), die sich um afrikanische HIV/Aids-Waisen und Straßenkinder kümmert sowie Frauen in ihren Rechten und ihrer Selbständigkeit stärkt.

Kontakt

Aid by Trade Foundation

Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

info@abt-foundation.org

Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 0

Fax: +49 (0)40  - 2576 755 - 11

CmiA Repräsentanz Asien | Bangladesch

Mahbub Khan

H#11, R#113/A, Gulshan-2
1212 Dhaka
Bangladesch
Mobil: +88 (0)171 - 312 - 2417
Mail: mahbub.khan@abt-foundation.net

CmiA Koordinator Qualitätssicherung für Zentral- und Westafrika

Younoussa Imorou Ali
younoussa.imorouali@abt-foundation.net
Mob: +229 97 29 34 96 / 94 15 67 67
Skype : yimorouali

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