CmiA und die SDGsDie Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - kurz SDGs) wurden von den Vereinten Nationen 2015 ins Leben gerufen, um eine bessere und nachhaltigere Zukunft für alle zu erreichen - auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Sie befassen sich mit den globalen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen und definieren Ziele, um bis 2030 gegen Armut, Ungleichheit, die Folgen des Klimawandels und Umweltzerstörung zu kämpfen und für mehr Wohlstand für alle, sowie Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen. Auch die Arbeit von Cotton made in Africa hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Sustainable Development Goals. Klicken Sie sich auf dieser Seite durch die unterschiedlichen Ziele und wie Cotton made in Africa im Schulterschluss mit Partnern auf die Erreichung der Ziele einwirkt. 

SDG 1 No Poverty: Durch die Schulungen können die Baumwollbauern ihre Anbaumethoden verbessern. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden, höhere Erträge und damit höheres Einkommen zu erwirtschaften. Armutsbekämpfung ist ein zentrales Anliegen von CmiA. Durch Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel baut Cotton made in Africa Handelsbeziehungen auf Augenhöhe zwischen Kleinbauern in Afrika und Marken sowie Textilunternehmen weltweit auf. Als Social Business profitieren davon alle Partner – insbesondere die aktuell über eine Million Kleinbauern und mit ihren Familien Millionen Menschen in Afrika. Denn die Einnahmen aus dem Vertrieb der CmiA Lizenz am Produkt reinvestiert Cotton made in Africa in den Baumwollanbaugebieten. Sie kommen den Kleinbauern durch Schulungen zum nachhaltigen Anbau und weitere Projekte zu Gute. 

SDG 2 Zero Hunger:  Eine von CmiA aufgebaute Allianz aus Unternehmen und Brands der Textil- und Fashion-Branche fragt spezifisch CmiA Baumwolle nach. Dadurch tragen wir dazu bei Kleinbauern in der nachhaltigen und effizienten Bewirtschaftung ihrer Felder zu schulen. Nach Einschätzungen des World Economic Forum hat wirtschaftliches Wachstum im Agrarsektor einen elfmal positiveren Einfluss auf die Bekämpfung von Armut als Wachstum in anderen Bereichen. Investitionen in eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft bieten hierfür große Potentiale, um gerade für junge Menschen Perspektiven auf dem Land zu schaffen und gegen Hunger zu kämpfen. Spezifisch fordern unsere Kriterien Fruchtfolge, d.h. es wird sichergestellt, dass neben der Baumwolle auch andere Pflanzen (Nahrungsmittel) angebaut werden. In diesem Kontext werden wir als einer von fünf Piloten zum Test des von Welthungerhilfe, WWF und ZEF entwickelten Food Security Standards in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

SDG 3 Good Health and Wellbeing:  Auch auf dem Baumwollfeld und beim ersten Verarbeitungsschritt der Baumwolle, in der so genannten Entkörnungsfabrik, dienen die CmiA Standard-Anforderungen dem Schutz der Gesundheit von Kleinbauern und -bäuerinnen sowie Fabrikarbeitern und -arbeiterinnen. Dies umfasst unter anderem das Verbot besonders gefährliche Pestizide für die Bauern zu ihrem eigenen Schutz oder geregelte Arbeitszeiten für Fabrikarbeiter. Sauberes Trinkwasser und hygienische Toiletten beugen Krankheiten vor und sind essentiell, wenn es um das Wohlbefinden und die Gesundheit geht. Im ländlichen Afrika ist der Zugang zu Toiletten und sauberem Trinkwasser eingeschränkt. Gerade Mädchen müssen meist weite Wege gehen, um zum nächsten Brunnen zu kommen. Dagegen setzt sich CmiA ein. Die Wasser-, Sanitär und Hygiene-Projekte - kurz WASH - im Rahmen unseres Kooperationsprogramms zur Unterstützung von Baumwolle anbauenden Dörfern tragen maßgeblich zur Reduzierung von wasserverursachten Erkrankungen (Durchfall, Cholera etc.) bei.

SDG 4 Quality Education: Schulungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu einfachen betriebswirtschaftlichen sowie modernen und effizienten Agrarkenntnissen bilden weiter und schaffen Perspektiven für die ländliche Bevölkerung. Um Kinder in den Baumwollanbaugebieten zu schützen und sich für ihre Rechte einzusetzen, stößt CmiA Projekte an, die die schulische Infrastruktur in ländlichen Regionen verbessern und macht in speziellen Sensibilisierungsmaßnahmen auf die Bedeutung der Bildung aufmerksam.

SDG 5 Gender Equality: Im kleinbäuerlichen Anbau packt die ganze Familie mit an, und insbesondere Frauen leisten einen enormen Beitrag zum Wohlergehen der ganzen Familie, arbeiten sie doch auf dem Feld, kümmern sich um den Haushalt, pflegen Kranke und vieles mehr. Vor diesem Hintergrund setzt sich CmiA für die Verbesserung der Stellung von Frauen und für ihre Rechte ein. Ergänzend  zu den in den CmiA-Kriterien festgeschriebenen Maßnahmen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau initiiert die CmiA Initiative unterschiedliche Aktivitäten: So werden die Schulungen im nachhaltigen Baumwollanbau an die Bedürfnisse der weiblichen Teilnehmer angepasst und viele Baumwollbäuerinnen zu so genannten Lead-Farmerinnen ausgebildet, um ihre Rolle innerhalb der Schulungsgruppen zu stärken. Der Zusammenschluss von Frauen (Clubs/Kooperativen) wird gefördert und über die Community Projekte werden Maßnahmen für zusätzliche Einkommensquellen angeschoben. Die Mitarbeiter der Baumwollgesellschaften erhalten Trainings zum Thema Gleichberechtigung und Frauenbeauftragte werden als feste Ansprechpartner in den Unternehmen etabliert.

SDG 6 Clean Water: Wasser ist eine kostbare Ressource. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser aus dem Wasserhahn ist in vielen Teilen der Welt eine absolute Ausnahme. Dürren gerade im südlichen Afrika machen deutlich, welche Bedeutung Wasser für Mensch und Umwelt hat und verdeutlichen, dass die wertvolle Ressource Wasser geschützt werden muss. Baumwolle wird in viele Teilen der Welt künstlich bewässert. Anders bei Cotton made in Africa. Allein durch Regenwasser wachsen die Pflanzen, und so „spart“ CmiA auf ein T-Shirt über 500 Liter Wasser im Vergleich zum globalen Durchschnittsverbrauch im Baumwollanbau. Der CmiA Standard fordert außerdem ein, dass Wasserquellen vor Verschmutzungen durch Pestizide und Düngemitteln geschützt werden. Zusätzlich fördert Cotton made in Africa verschiedene Projekte, die in den Baumwollanbaugebieten den Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessern und Sanitäranlagen beispielsweise an Schulen, neu bauen. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheitslage aus, denn Durchfallerkrankungen werden deutlich reduziert. Und insbesondere Frauen und Mädchen, die für die Wasserversorgung der Familien Sorge tragen, gewinnen Zeit, die sie für oftmals lange und teilweise gefährliche Wege zum Heranschaffen von Wasser investieren mussten.

SDG 8 Decent Work: Gemäß des CmiA Standards müssen die ILO Kernarbeitsnormen erfüllt werden, sodass für Kleinbauern und Arbeiter in den Baumwoll-Entkörnungsfabriken eine menschenwürdige Arbeit gewährleistet ist. 

SDG 12 Responsible consumption: Immer mehr Menschen fragen sich, woher ihre Kleidung stammt, wer diese wo und unter welchen Bedingungen produziert hat. Das Interesse an den Menschen und ihren Geschichten hinter unseren Produkten steigt. Durch das Tracking System sowie die Zusammenarbeit mit Kleinbauern und Fabrikarbeitern in Afrika schafft Cotton made in Africa Transparenz und zeigt die Menschen und ihre Arbeit am Ursprung unserer Kleidung. Der Konsument erkennt Cotton made in Africa an einem kleinen roten Label am Produkt.

SDG 13 Climate Action: Die Auswirkungen des Klimawandels angesichts von Wetterextremen und Umweltkatastrophen wird immer deutlicher und spürbarer. Emissionen von Treibhausgasen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Cotton made in Africa trägt dazu bei, das Klima zu schützen. CmiA-Baumwolle stößt bis zu 40% weniger Treibausgasemissionen für ein Kilogramm Baumwolle aus als konventionelle Baumwolle. Das ist umgerechnet die Menge Baumwolle, die für 4 Shirts benötigt wird. Aktive Klimaschutzmaßnahmen waren u.a. Baumpflanz-Aktionen (für Bio-Pestizide – eine Maßnahme, vielfältige Wirkungen). Trainings, die an den Klimawandel angepasste Agrartechniken vermitteln, verschaffen Kleinbauern das nötige Wissen, wie sie ihren Anbau adaptieren und ihre Pflanzen widerstandsfähiger machen können.

SDG 15 Life on Land: CmiA setzt sich mit diversen agrartechnischen Maßnahmen aktiv für den Schutz des Bodens und der Biodiversität ein. Als Standard verbietet er den Eingriff in Primärwälder und Schutzgebiete. 

SDG 17 Partnerships for the Goals: Kooperatinen sind ein wichtiger Schlüssel auf dem Weg zu einer nachhaltigen Textilproduktion. Aus diesem Grund ist Cotton made in Africa als Social Business Teil eines großen Netzwerkes aus Nichtregierungs-und Regierungsorganisationen, Textilunternehmen des Massenmarktes sowie kleinen Modebrands. Zu den unterstützenden Partnern zählen der WWF, die Welthungerhilfe, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), OTTO, Tchibo, die Rewe Group, und viele mehr. Indem CmiA eine Nachfrageallianz für die CmiA Baumwolle aufbaut, schafft sie Partnerschaften für eine nachhaltige Zukunft in der Textilindustrie.

Lesen Sie mehr zu den Kriterien und Anforderungen des CmiA Standards zur Umsetzung der Sustainable Development Goals hier.

Im Bademantel ein Zeichen für Baumwollbauern in Afrika setzen? Genau! Angesichts von Klimakrisen, Tonnen von Mikroplastik in den Meeren und unmenschlichen Arbeitsbedingungen für die Menschen in den Anbaugebieten von Baumwolle, Kaffee, Reis und anderen Handelswaren ist es leicht, zu frustrieren und denken, dass wir als Individuen doch eh nichts ändern können. Doch das können wir. Cotton made in Africa (CmiA) zeigt, wie - und das mit einer postiven Note: durch die #BathrobeChallenge. Denn das Gute ist: jeder kann etwas bewegen und die Welt ein Stück besser machen. Und manchmal kann es ganz einfach sein, etwas Gutes zu tun. Wie das?


Mit der #BathrobeChallenge sendet CmiA eine klare Botschaft: jeder, der dabei ist und seinen Bademantel in der Öffentlichkeit trägt setzt sich für die mehr als eine Million afrikanischer Baumwollbauern ein, die mit CmiA zusammenarbeiten. Mary Mbambu ist eine von ihnen. Durch Cotton made in Africa konnten sie und ihr Mann Baluku an sogenannten Farmer Trainings teilnehmen – und viel über Methoden des nachhaltigen Baumwollanbaus und Themen wie Gleichberechtigung lernen. Als wir uns nach ihren Erfahrungen erkundigten und sie fragten, was sie in den Trainings gelernt hat, antwortete Mary promt „Wir teilen uns die Aufgaben. Wenn es mir nicht gut geht, dann kümmert sich auch Baluku um das Essen für die Kinder oder andere Aufgaben, die traditionellerweise eher Frauen erledigen. Gemeinsam besprechen wir, wie wir unser Geld ausgeben. Mir war es beispielsweise wichtig neben Baumwolle Feldfrüchte anzubauen, um unsere Familie zu versorgen. Ich konnte mich durchsetzen und nun besitzen wir sogar einen kleinen Vorratsraum für unsere Ernte.“ Ihr Brechen mit der traditionellen Rollenverteilung und ihr Wissen zum Thema Gleichberechtigung machte Mary zu einer Art Vorbild in ihrer Gemeinde. „Andere Frauen kommen oft auf mich zu, um zu fragen, wodurch ich so viel gelernt habe“, berichtet Mary. „Ich sage dann, dass die Schulungen in meiner gemischten Trainingsgruppe mir helfen.“


Gemeinsam mit Partnern und Unterstützern wie OTTO, Tchibo, dem WWF oder der Welthungerhilfe lädt CmiA alle dazu ein, bei der #BathrobeChallenge mitzumachen und die Welt hinter unseren Textilien zu entdecken. Der Bademantel wurde als starkes Symbol für diese Mission gewählt, da er beispielhaft darstellt, wie viel Baumwolle in unseren Textilien verwendet wird. Als Kleidungsstück jedoch ist der Bademantel selten in der Öffentlichkeit zu sehen – ebenso wenig wie die Gesichter und Geschichten afrikanischer Baumwollbauern wie von Mary. Mit der #BathrobeChallenge will CmiA afrikanischen Baumwollbauern die Anerkennung geben, die ihnen im Internationalen Handel zusteht – und dem bisher anonymen Massenprodukt Baumwolle ein positives, wiedererkennbares „Gesicht“ geben.


Durch ihre Partnerschaft mit CmiA können Baumwollbauern an Trainingsprogrammen teilnehmen. Sie lernen neue Kenntnisse über effiziente und nachhaltige Anbau- und Geschäftsmethoden, und erfahren mehr über Themen wie Gleichberechtigung und die Bedeutung der Schulbildung für ihre Kinder. Diese Schulungen erleichtern es den Bauern die Umwelt zu schützen und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Konsumenten können afrikanische Baumwollbauern wie Mary dabei ganz einfach unterstützen – nicht nur, indem sie einen Bademantel tragen und sich für nachhaltige Baumwolle einsetzen. Auch der Kauf von CmiA gelabelten Textilien unterstützt die Kleinbauern direkt. Produkte, die die Arbeit der Initiative unterstützen, tragen ein kleines, rotes Cotton made in Africa Label. Dadurch sind sie leicht zu erkennen und Konsumenten können Produkte wählen, die ihnen eine Freude schenken, die Baumwollbauern unterstützen und unsere wertvolle Umwelt schützen. Partner von CmiA sind aktuell über 30 Marken und Einzelhändler - von Armani bis Aldi. Eine vollständige Partnerliste gibt es hier.

Mehr über die #BathrobeChallenge unter www.bathrobechallenge.com

Baumwolle ist eine beliebte Pflanze – nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Insekten. Aber nicht alle Insekten sind auch gut für die Baumwolle. Als Schädlinge können sie ganze Ernten und damit das Einkommen einer Familie bedrohen. Diese Sorge belastet auch Baumwollbauer Thomas Bwambale aus Uganda. Dass jedoch nicht immer giftige Pflanzenschutzmittel notwendig sind, um die kostbare Ernte vor Schädlingen zu schützen, hat Bwambale durch seine Partnerschaft mit Cotton made in Africa und die Teilnahme an landwirtschaftlichen Schulungen gelernt.

Traditionell entscheiden Baumwollbauern in Subsahara-Afrika nach dem Kalender, wann sie ihre Felder spritzen müssen. Das heißt sie sprühen in regelmäßigen zeitlichen Abständen chemische Mittel zum Schutz ihrer Baumwollpflanzen. Sie berücksichtigen dabei nicht, ob der Einsatz der Chemikalie tatsächlich erforderlich ist. Dies geht zu Lasten ihres Geldbeutels, ihrer Gesundheit und ihrer Umwelt.

Ziel des CmiA Standards ist es, die Baumwollbauern darin zu schulen Pestizide wenn nur eingeschränkt und verantwortungsvoll zu nutzen. Gemäß des Schadschwellenprinzips wird anhand der Anzahl der Schädlinge auf den Pflanzen gemessen, ob die Ernte von Schädlingen bedroht ist. Dies ist meist schon durch einfaches stichprobenartiges Zählen der Ungeziefer möglich. Diese Methode wendet auch Thomas Bwambale an: „In den Schulungen wurde mir gezeigt, wie man Schädlinge zählt, sie von Nützlingen unterscheidet und bestimmt, wann es nötig ist, Pestizide einzusetzen.“ Die teils auch in Piktogrammen gemessenen Schadschwellengrenzen geben den Bauern eine einfache Orientierung. Dass diese Sensibilisierung im Umgang mit Pestiziden fruchtet, betont auch Bwambale. „Dank der Trainings weiß ich jetzt, dass Pestizide schlecht sind für die Umwelt und meinen Boden. Ich nutze sie daher nur, wenn der Schädlingsbefall auf meinem Feld besorgniserregend hoch ist“, berichtet der Bauer. „Heute spraye ich nicht mehr regelmäßig, sondern nur, wenn es wirklich sein muss“, so Bwambale weiter. Durch den bewussten Einsatz von Pestiziden können die Kleinbauern viel Geld sparen und zudem die Umwelt, ihre Gesundheit und ihre Böden schonen.

Da der Einsatz von Pestiziden sowohl für die Umwelt als auch die Gesundheit der Bauern ein Risiko darstellt, schließt der Cotton made in Africa Standard die von internationalen Konventionen als gefährlich eingestufte Pestizide strikt aus.1 Schwangeren, Stillenden, Kranken, Minderjährigen und unausgebildeten bzw. unerfahrenen Personen ist zum eigenen Schutz die Arbeit mit Pestiziden ganz verboten. Außerdem lernen die Bauern wie Thomas Bwambale, wie sie sich sachgemäß beim Sprühen schützen können und welche schonenderen, umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Alternativen bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden können. Hierzu zählen etwa Biopestizide oder Molasse-Fallen.

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1) Pesticides regulated by the Rotterdam and Stockholm Convention or which the WHO has ranked as extremely or highly hazardous (class Ia and Ib) may not be used. For their own safety, pregnant women, nursing mothers, sick people, children, and untrained and/or inexperienced persons are prohibited from working with pesticides.

Um auf die Welt hinter unseren Textilien aufmerksam zu machen und die Geschichten der Farmer, die das Rohmaterial für unsere Kleidung herstellen, mit einer breiten Zuhörerschaft von Konsumenten zu teilen hat Cotton made in Africa die #BathrobeChallenge gestartet. Die spaßige Social Media Kampagne entstand um den Bademantel als starkes Symbol für Farmer wie Juliet Kabugho.


Juliet und ihr Mann sind stolze Baumwollbauern und Eltern von fünf Kindern – zwei große Aufgaben für die beiden. Durch landwirtschaftliche, gesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Schulungen haben sie einiges über nachhaltigen und effizienten Baumwollanbau gelernt. Dies ermöglicht ihnen, ihre Lebensbedingungen selbst zu verbessern. Seit ihrer Teilnahme an den Farmer Trainings haben sie gelernt, an einem Strang zu ziehen: „Als ich dem Farmer Training Programm beitrat hat sich mein Leben verändert“, erzählt Juliet. Sie erklärt: „Durch die Gender Trainings haben mein Mann und ich gelernt, wie wichtig es ist, unsere Landwirtschaft gemeinsam anzugehen – einer der Gründe weshalb sich unsere Ernteerträge verbessert haben. Und mein Mann hilft mir jetzt auch mit dem Haushalt, und holt zum Beispiel Wasser und Holz.“ In den Trainings hat Juliet auch viel über nachhaltige Anbaumethoden und betriebswirtschaftliche Grundlagen gelernt. Dies hat es ihr erleichtert, ihr Feld effizient zu bewirtschaften, ihre Erträge zu steigern und entsprechend zu planen und zu budgetieren. „Wir können uns die Schulgebühren jetzt leisten, also gehen meine Kinder jetzt alle zur Schule“, berichtet sie stolz. „Und wir haben auch gelernt, warum Cotton made in Africa keine Kinderarbeit erlaubt und weshalb es so wichtig ist, unsere Kinder zur Schule zu schicken.“


Farmer wie Juliet unterstützen? Ganz einfach – im Bademantel bei der #Bathrobechallenge mitmachen und Aufmerksamkeit dafür schaffen, was wir durch die Wahl von Produkten mit dem Cotton made in Africa Label bewirken können. Mehr auf www.bathrobechallenge.com

Eine der Hauptaufgaben von Cotton made in Africa ist die Förderung und Unterstützung von Baumwollbäuerinnen im ländlichen Afrika. 17% aller Farmer, die am CmiA Programm teilnehmen, sind Frauen. Biira Lawuniyeda ist eine von ihnen. Als Kleinbäuerin aus West-Uganda arbeitet sie mit CmiA zusammen, baut nachhaltige CmiA Baumwolle an und erhält Schulungen in betriebs- und landwirtschaftlichen Praktiken. Für Biira war es sehr wichtig, mehr darüber zu lernen, wie sie ihre Farm wie ein kleines Unternehmen führen kann. In den sogenannten Farmer Business Schools hat sie gelernt, Markt- und Produktionsrisiken abzuschätzen und ihre Finanzen und Ersparnisse sinnvoll zu verwalten: "Mit meinem Einkommen aus dem Verkauf meiner Baumwolle kann ich jetzt das Schulgeld für meine Kinder zahlen und habe außerdem ein kleines Ladengeschäft eröffnet", berichtet sie. Für Biira und andere Baumwollbäuerinnen im ländlichen Afrika ist es ein großer Schritt, wenn sie über effizientes Management ihrer Farm lernen und das Einkommen ihres Baumwollverkaufs selbst investieren können. Neben der harten Arbeit auf dem Feld kümmern sich die Frauen meist um die Kinder und das allgemeine Wohlbefinden der gesamten Familie. Neue land- und betriebswirtschaftliche Methoden waren jedoch zuvor nie ein Teil ihres Curriculums. In den Trainings hat Biira auch gelernt, wie sie ihr Feld am besten bestellt und ihre Ernteerträge durch neue Methoden erhöhen kann: "Das Schulungsprogramm hat mir geholfen, meine Erträge zu steigern", berichtet sie glücklich. Sie erzählt, dass sie durch die Anwendung ihres neuen Wissens nun bis zu doppelt so viel erntet wie zuvor.

Baumwollbäuerinnen bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen heißt für CmiA, sie in ihrer Vorbildfunktion für andere Frauen zu stärken, da sie auf ihrer Farm, im Baumwollgeschäft und in ihrer Familie wahre Multitalente sind. Sie sind die treibende Kraft hinter den Kulissen wenn es darum geht, nachhaltige Verbesserungen in die Dorfgemeinschaft zu tragen. Vor diesem Hintergrund hat CmiA ein besonderes Programm für Frauen im Baumwollanbau ins Leben gerufen. Über die im CmiA Standard verankerten Nachhaltigkeitskriterien zum Thema Gleichberechtigung hinaus werden Schulungen an die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Baumwollbäuerinnen angepasst. Außerdem gibt das CmiA Programm Anstoß zur Gründung von Frauengruppen, sensibilisiert die ländlichen Dorfgemeinschaften für Themen rund um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und unterstützt von Frauen geführte Start-ups. All dies erleichtert es Baumwollbäuerinnen, ihre Rolle als eigenständige Kleinunternehmerinnen in der Gesellschaft zu stärken und ermöglicht es ihnen ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familien aus eigener Krafft zu verbessern. Lesen mehr zum Thema Frauenförderung bei CmiA hier.

Frauen wie Juliyana Kabugho müssen in Subsahara-Afrika wahre Multitalente sein. Sie kümmern sich um die Kindererziehung und das Wohlergehen der gesamten Familie, und außerdem liegt das Pflanzen und Ernten der Baumwolle in ihren Händen. Viele Aufgaben, die viel Kraft erfordern, der Initiative Cotton made in Africa aber auch viele Ansatzpunkte für Unterstützung bieten. Zum Beispiel durch landwirtschaftliche Schulungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Kleinbäuerinnen zugeschnitten sind. „Durch meine Kooperation mit CmiA habe ich viel über bessere Anbaumethoden gelernt”, freut sich Juliyana. Und das hat vieles verbessert: „Nachdem ich am Training teilgenommen habe, hat sich meine Baumwollernte von 200 auf 500 Kilogramm pro Hektar erhöht”, berichtet sie.

Im Rahmen der CmiA-Schulungen können die teilnehmenden Kleinbäuerinnen ihre Fähigkeiten im Baumwollanbau kontinuierlich und nachhaltig verbessern. Das ermöglicht ihnen, ihre Felder schonend für Mensch und Natur zu bewirtschaften, wodurch sie höhere Ernteerträge erzielen und ihre Lebensbedingungen verbessern können. So ist es auch bei Juliyana Kabugho.

In den Trainings hat Juliyana alles über die Prinzipien einer guten landwirtschaftlichen Praxis gelernt – darunter beispielsweise, wie Düngemittel effizient eingesetzt werden und Bio-Dünger erzeugt werden kann. Da der CmiA Standard künstliche Bewässerung ausschließt, verwendet Juliyana für den Baumwollanbau ausschließlich Regenwasser. Die Methoden dieses sogenannten Regenfeldanbaus hat sie ebenfalls in den Farmer Trainings erlernt. So weiß sie nun worauf sie achten muss, um auch ohne künstliche Bewässerung eine ertragreiche Ernte zu erwirtschaften.

Außerdem hat die Bäuerin aus Uganda erfahren, dass Pestizide für Mensch und Umwelt schädlich sind und nach den CmiA-Kriterien – wenn überhaupt – nur unter strengsten Auflagen eingesetzt werden dürfen. Sie weiß nun, warum es so wichtig ist, dass sich schwangere oder stillende Frauen von Pestiziden fernhalten. Und dass ein geschulter Umgang mit Pestiziden und das Tragen von Schutzkleidung die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern schützen. Durch die erlernte bedarfsgesteuerte Anwendung und Verwendung von biologischen Alternativen kann Juliyana außerdem den Einsatz künstlicher Pestizide zunehmend vermeiden.

Durch ihre Teilnahme an Cotton made in Africa und die landwirtschaftlichen Schulungen hat Juliyana Kabugho einiges an ihren Anbaumethoden verändert. Dadurch kultiviert sie ihre Baumwollfelder heute unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten nachhaltiger. So hat sich ihre Baumwollernte mehr als verdoppelt, und sie konnte ihre Lebensumstände aus eigener Kraft verbessern. „Ich bin froh, dass ich durch den Verkauf meiner Baumwolle in der vergangenen Saison so viel verdient habe, dass ich das Geld nutzen konnte, um anzufangen, ein Haus zu bauen”, erzählt Juliyana.

Kontakt

Aid by Trade Foundation

Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

info@abt-foundation.org

Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 0

Fax: +49 (0)40  - 2576 755 - 11

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