Women's Health Center in Kasoli, TanzaniaAnlässlich des Aktionstages für Frauengesundheit der UN am 28. Mai hat die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) die Förderung einer Gesundheitsstation im ländlichen Tansania verabschiedet. Das Projekt ist das erste, das im Rahmen des neu konzipierten CmiA Community Kooperationsprogramms (CCCP) realisiert wird. Vor genau einem Jahr hatte CmiA das Programm anlässlich ihres zehnten Jubiläums ins Leben gerufen. Zum Start stattete Dr. Michael Otto das CCCP mit einem Grundkapital von einer Million Euro aus. 

Mit der erfolgten Verabschiedung der Agenda 2030 haben Regierungen anerkannt, dass die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung der Frauen innerhalb der Gesellschaft entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung sind. Gerade auch im ländlichen Afrika tragen Frauen maßgeblich zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ganzen Familie bei. Die tansanische Kommune Kasoli hat etwa 16.000 Einwohner. In der kleinen Gesundheitsstation des Ortes gibt es aktuell drei Betten für Entbindungen bei immerhin mehr als 3.000 Frauen im gebärfähigen Alter. Bei durchschnittlich 52 Geburten pro Monat ist weder die Anzahl der Betten noch die Qualität der Versorgung ausreichend. Das hat fatale Folgen; durchschnittlich sterben jeden Monat vier Neugeborene.
Die Gemeinde hat den Ausbau der Entbindungsstation in Eigeninitiative bereits in 2014 begonnen, benötigt aber Unterstützung zur Fertigstellung. Hier setzt Cotton made in Africa an. Mit den Mitteln des Programms soll die Geburtensterblichkeit reduziert, die Versorgung mit sicherem Trinkwasser an der Gesundheitsstation sichergestellt und die Versorgung mit Medikamenten verbessert werden. „Die Förderung der Frauen in den ländlichen Anbaugebieten der CmiA-Baumwolle ist ein besonderes Anliegen unserer Initiative. Die Ausstattung der Gesundheitsstation mit den nötigen Mitteln aus dem Community Kooperationsprogramm und die Unterstützung der Frauen in dieser besonderen Situation ist für uns ein ganz wichtiges Projekt,“ so Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation. In Kasoli wird das Projekt von der tansanischen Baumwollgesellschaft Alliance, zertifizierter Partner für CmiA-Baumwolle aus Tansania, unterstützt.
Mit den Mitteln des CCCP werden Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Frauenförderung und Naturschutz in den Anbauregionen der CmiA-Baumwolle gefördert. Anträge zur Projektförderung kommen direkt aus den CmiA-Anbaugebieten und können bei der Aid by Trade Foundation als Trägerin der Cotton made in Africa Initiative eingereicht werden. Ein Beirat aus NGO- und Unternehmensvertretern entscheidet über die Verwendung der Mittel und die zur Förderung eingereichten Projekte.


Weitere Informationen zum CmiA Community Kooperationsprogramm finden Sie unter folgenden Links:

http://www.cottonmadeinafrica.org/de/projekte/cmia-community-kooperationsprogramm

http://www.cottonmadeinafrica.org/de/materialien/marketing-kommunikation#broschüren

Kids happy about fresh waterSeit 1993 wird jährlich am 22. März der UN-Weltwassertag begangen. Er macht auf die Bedeutung dieser Ressource aufmerksam und will dafür sensibilisieren, dass Wasser ein essentielles Menschenrecht ist. Welche verheeren-den Auswirkungen Wassermangel oder Überflutungen haben, zeigt sich aktuell in vielen Ländern Afrikas. Die durch das Wetterphänomen El Nino hervorgerufenen Dürren oder Überflutungen haben vielerorts die Ernten völlig zerstört. Die Folge ist, dass in Afrika nach Schätzungen 45 Millionen Menschen unmittelbar bedroht sind. Simbabwe hat bereits den Notstand ausgerufen. Umso wichtiger ist es sich für die betroffenen Menschen einzusetzen. Dem hat sich die Aid by Trade Foundation im Schulterschluss mit Partnern, OTTO Österreich, der Welthungerhilfe und der DEG mit Mitteln des Deutschen Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bereits seit 2015 verschrieben. Gemeinsam setzen sich die Partner für sauberes Trinkwasser und eine entsprechende Sanitärversorgung in den Anbaugebieten der CmiA-Baumwolle im ländlichen Simbabwe ein.

Welche Ziele verfolgt das Projekt

Weltweit haben 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keine angemessene Sanitärversorgung. Hier setzen die Aid by Trade Foundation mit ihren Partnern an. Ins Leben gerufen wurde das Wasser-und Sanitärprojekt im März 2015 - mit dem Ziel 20 Schulen in der Baumwollanbauregion Gokwe-Süd und den umliegenden Gemeinden Zugang zu sauberem Wasser und hygienischen Sanitäreinrichtungen zu verschaffen. In der Region Gokwe-Süd ist die Bevölkerung überdurchschnittlich stark von einer unzureichenden Was-ser- und Sanitärversorgung betroffen: nur 61 Prozent haben Zugang zu sauberem Wasser. Ausreichende Sanitäranlagen stehen nur 18 Prozent zur Verfügung. Um sicherzustellen, dass die Gemeinden langfristig von der Investition profitieren können, ist die Sensibilisierung und die Befähigung der Bevölkerung selbst Verantwortung übernehmen zu können, ein wichtiger Aspekt. Folglich werden im Projektverlauf 20 Wasser-Komitees gestärkt bzw. etabliert, die für das Management und die Erhaltung der Brunnen zuständig sein werden. Darüber hinaus wird eine Geschlechter-sensitive Sanitärinfrastruktur an 20 Schulen eingerichtet bzw. verbessert werden, und 20 Schul-Gesundheitsclubs werben zukünftig für gutes Gesundheits- und Hygiene-verhalten in den Kommunen.

Warum spielt gerade die Wasser- und Sanitärversorgung eine besondere Rolle

Im Rahmen einer Bestandsanalyse - der so genannten Baseline - in der Projektregion Gokwe-South in Simbabwe wird deutlich, warum es so wichtig ist bei der Wasser- und Sanitärversorgung anzusetzen, um den Menschen vor Ort zu helfen:

• Zwei-Drittel der befragten Haushalte verfügen über weniger als 100 USD/Monat (bei durchschnittlich 6 Personen/Haushalt). Damit leben sie unter der Armutsgrenze.
• 34% der Haushalte sind auf ungeschützte Wasserquellen angewiesen.
• Durchschnittlich werden täglich 1,7 km zurückgelegt, um Wasser zu holen. 10% der Haushalte müssen aber 3 km und mehr zurücklegen.
• Gemessen in Zeit werden durchschnittlich 60 Minuten pro Tag für das Wasserholen aufgewendet. Im ländlichen Afrika sind meist die Mädchen und Frauen dafür zuständig, Wasser für ihre Familien zu holen.
• Unter den befragten Haushalten verfügen 50,3% nicht über Sanitär-anlagen, sondern müssen in den Busch gehen.
• 86,2% der Haushalte haben keine Einrichtung zum Händewaschen.
• Nur 8,5% der Haushalte haben eine Möglichkeit, sich die Hände mit fließendem Wasser zu waschen.
• Die Hälfte der befragten Schulen nutzen ungeschützte Wasserquellen
• Die Schüler müssen in vielen Fällen für den eigenen Bedarf Wasser mitbringen oder in den Pausen Wasser holen.

Laut Vereinte Nationen sind die meisten Krankheiten in Entwicklungsländern auf eine unzureichende Sanitärversorgung sowie den mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser zurückzuführen. Davon sind insbesondere Kinder unter 5 Jahren betroffen.

Was wurde bislang erreicht

Um sicherzustellen, dass die eingesetzten Gelder dort ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden, steht das Gespräch mit der lokalen Bevölkerung und eine Auswertung der aktuellen Versorgung an erster Stelle. In-zwischen wurden bereits die in Frage kommenden Dörfer und Schulen identifiziert, und das erste Kick-off Meeting mit Schulleitern und den verantwortlichen Behörden hat stattgefunden. Nachdem die Schulen und Dörfer für das Projekt identifiziert werden konnten, stehen im nächsten Schritt die Schulungen und Kampagnen des Projekts an, die sich an rund 5.000 Schülerinnen und Schüler richten. Sie werden zu „Hygienebotschaftern“ ausgebildet, sodass sie ihr Wissen als Multiplikatoren in ihre Familien weitergeben können. Erst kürzlich fanden die ersten Schulungen statt. Die zu Hygienebotschaftern auserwählten Jugendlichen lernten, welche bedeutende Rolle sie sowohl für die Gemeinschaft als auch das Projekt überneh-men. Darüber hinaus wurde ihnen an praktischen Beispielen gezeigt, wie ein kaputter Brunnen wieder in Stand gesetzt werden kann. Hiervon können bereits einige der vorab identifizierten Schulen und Gemeinden profitieren. Ein paar Eindrücke finden Sie hier.

Baumwolle ist ein jährlich nachwachsender Rohstoff, eine Faser, mit und in der sich die Menschen wohlfühlen. Baumwolle wird seit Jahrtausenden versponnen und seit 250 Jahren industriell verarbeitet. Kann Baumwolle gleichzeitig ein Produkt von Natur und Technik sein? Welche High-Tech-Aspekte sind bei der Baumwollverarbeitung derzeit von Belang?

Können wir aus einer Naturfaser High-Tech-Textilien erzeugen? Die internationale Baumwolltagung betrachtet die Baumwolle vom Anbau bis hin zum textilen Produkt. Sie vereinigt die neuesten Forschungsergebnisse mit ihren praktischen Nutzen.

Einige der Schwerpunkte im März 2016:

  • Welche neuen Richtungen sind beim klassischen Baumwollanbau und der transgenen Modifikation entstanden und welche Möglichkeiten bieten sie uns?
  • Textile Architektur und Ausrüstung: Welche innovativen Prozesse und Produkte wurden entwickelt?
  • Welche Richtungen kann die verantwortungsbewusste Sicherung der Ernte ein-schlagen?

In Bremen wird die Bremer Baumwollbörse die Antworten liefern: Analysen, Erkenntnisse, Forschungsergebnisse, Innovationen und Lösungen werden präsentiert und diskutiert. Neu bei dieser Tagung sind die Parallelveranstaltungen, die den wissenschaftlichen Charakter der Tagung ausweiten und gleichzeitig ein Feuerwerk an Themen für alle bereitstellen. Traditionsgemäß findet die 33. Internationale Baumwolltagung vom 16.-18 März 2016 im mittelalterlichen Rathaus der Hansestadt Bremen statt. Die Bremer Konferenz bietet die einzigartige Möglichkeit, Menschen aus allen Sparten des Baumwollgeschäfts zu treffen, von der Baumwollsaat bis zum Einzelhändler. Zusammenkünfte zahlreicher internationaler Organisation wie ICAC, ITMF und CICCA tragen genauso zur Tagung bei wie gesellschaftliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel der traditionelle „Bremer Abend“.

www.baumwollbörse.de

CmiA Beitrittsvorraussetzung bei MaxTexMit vereinten Kräften setzen sich die Vereinigung MaxTex und die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) zukünftig für mehr Nachhaltigkeit in der Textilwirtschaft ein. Ab sofort erfüllen Unternehmen mit CmiA die Beitrittsvoraussetzung von MaxTex. Das haben die Mitglieder von MaxTex im Rahmen einer Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen.

„Uns ist es wichtig, dass unsere Mitglieder sich ernsthaft bemühen, das eigene Unternehmen konsequent nachhaltig auszurichten“, sagt Ralf Hellmann, Präsident von MaxTex. „Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bei MaxTex ist deshalb unter anderem der Besitz mindestens einer anerkannten Zertifizierung. Wir freuen uns, ab sofort den CmiA-Standard als Beitrittsvoraussetzung aufzunehmen.“ Die Vereinigung MaxTex verbindet Unternehmen und Institutionen, die bereits einen ersten Nachweis umwelt- und sozialverträglichen Handelns erbringen, zum Beispiel durch Zertifikate, Mitgliedschaften oder Managementsysteme. Unter dem Schirm von MaxTex können sie sich anschließend als Mitglied vernetzen, gegenseitig beraten und gemeinsam ihr nachhaltiges Engagement weiterentwickeln.
„Die Entscheidung von MaxTex unterstreicht, dass CmiA ein wesentlicher Baustein nachhaltigen Handels für Unternehmen sein kann“, sagt Tina Stridde, Sprecherin von Cotton made in Africa. „Wir freuen uns über den Entschluss und werten ihn auch als Bestätigung unseres mehr als zehnjährigen Einsatzes für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Baumwollbauern in Subsahara-Afrika.“ CmiA setzt sich für über 650.000 Kleinbauern Subsahara-Afrikas ein. Indem die Initiative eine direkte Verbindung zu den internationalen Textilmärkten aufbaut, unterstützt CmiA hunderttausende Familien dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und verleiht der afrikanischen Baumwolle ein Gesicht im weltweiten Handel. Bauern, die sich der Initiative angeschlossen haben, profitieren von fairen Arbeitsbedingungen, landwirtschaftlichen sowie betriebswirtschaftlichen Schulungen. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, den Lebensunterhalt ihrer Familien aus eigener Kraft zu verbessern.

Über MaxTex
MaxTex ist eine Plattform für Unternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben mit Überzeugung konkrete Nachhaltigkeitslösungen in Ihren unterschiedlichsten Sortimenten zu entwickeln und in den Markt zu bringen. MaxTex verfolgt das Ziel, die übergreifende Entwicklung der Branchen zu stärken und dabei die besonderen Anforderungen der Kunden und Endverbraucher im Hinblick auf nachhaltige Produktion und Dienstleistung zu berücksichtigen.

Die Menschen in den afrikanischen Anbauländern der CmiA Baumwolle und die Umwelt stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Um aus diesem Grund gemeinsam mit unseren Partnern über den nachhaltigen Baumwollanbau hinaus Unterstützung für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten, haben wir im Jahr 2015 das CmiA Community Kooperationsprogramm ins Leben gerufen. Es unterstützt Projekte in den Anbauregionen der CmiA Baumwolle in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Frauenförderung und Umwelt. Damit baut das Programm auf die Erfolge der 2009 begonnenen Kooperationsprojekte auf. Alle Projekte werden von verifizierten CmiA-Partnern vor Ort anhand einer Bedarfsanalyse gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften entwickelt. Ein mit Experten besetzter Beirat tagt zweimal jährlich, um die zu fördernden Projekte auszuwählen. Weitere Informationen sind auf unserer Projektseite zu finden oder direkt bei uns in der Stiftung zu erhalten. Folgendes Video zeigt exemplarisch, was bereits im Rahmen eines Projekts umgesetzt wurde:

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Christian Barthel - CmiA Director Supply Chain Management

Nach den Ergebnissen des African Economic Outlook 2015 beschäftigt die Landwirtschaft inklusive der Baumwollwirtschaft 60 Prozent der afrikanischen Bevölkerung. Der Sektor erzielt etwa 25 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts. Er lebt zum Großteil vom Export. Das afrikanische Baumwollan-gebot wächst derzeit, obwohl die Gewinne aus dem Baumwollbau stagnieren und die Erträge unterdurchschnittlich sind. Derzeit verharren die Weltmarktpreise auf ihrem langjährigen Durchschnittsniveau. Wir diskutierten darüber mit Christian Barthel in seiner Funktion als Director Supply Chain Management der Cotton made in Africa (CmiA) Initiative.

COTTON REPORT: HERR BARTHEL, WAS IST DIE GRÖßTE HERAUSFORDERUNG FÜR AFRIKA MIT BLICK AUF DIE KOMMENDEN JAHRE?

Christian Barthel: Die Bevölkerung Afrikas verdreifacht sich bis 2050. Die Weiterentwicklung durch Modernisierung der lokalen Volkswirtschaften inklusive des Agrarsektors ist wichtig. Afrika exportiert einen Großteil seiner Rohstoffe. Dies ist auch bei Baumwolle der Fall. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, in Baumwollanbauländern einen Prozess der Industrialisierung in Richtung nachgelagerte Fertigungsstufen wie Spinnereien und Webereien oder auch der Konfektion voranzutreiben. Mehr Fabrikationsstätten in der Nähe des Baumwollanbaus würden zu mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und Einnahmequellen für die lokale Bevölkerung führen.

IN AFRIKA SIND DIE ERZIELTEN ERTRÄGE PRO BAUMWOLLANBAUFLÄCHE NACH WIE VOR VERGLEICHSWEISE GERING. WAS HABEN SIE ERREICHT, UM CMIA-BAUMWOLLE PROFITABLER ZU MACHEN?
Erste Untersuchungen zeigen, dass die Bauern, die ihre Baumwolle nach den CmiA Kriterien anbauen, rund 20 Prozent höhere Erträge erwirtschaften. Hinzu kommt, dass CmiA-Baumwolle eine rechtzeitige und transparente Bezahlung, Vorfinanzierungen von Inputs sowie faire Arbeitsbedingungen in den Entkörnungsanlagen sicherstellt. Wir arbeiten mit unseren Projekten inzwischen in 10 Ländern Afrikas in der Region Subsahara. Der Marktanteil der nach CmiA-Standard verifizierten Baumwolle dürfte bei knapp 25 Prozent des Angebots aus Subsahara-Afrika liegen. Durch die lizenzierten CmiA-Produkte haben wir von 2008 bis Ende 2015 Lizenzeinnahmen von rund 6 Millionen Euro erwirtschaftet und zu Gunsten der afrikanischen Bauernfamilien investiert.

WIE STELLEN SIE DAS SICHER?

Dies erreichen wir zum einen durch den Aufbau einer Allianz aus Textilunternehmen, die CmiA-Baumwolle in ihre Ketten integrieren und dadurch feste und langfristig angelegte Handelsbeziehungen zu Afrika aufbauen; zum anderen durch intensive und dauerhafte Schulungsarbeit beim Baumwollanbau oder in betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, die ihnen helfen Einnahmen und Ausgaben zu kontrollieren. Darüber hinaus helfen moderne, effiziente und zugleich umweltschonende Anbaumethoden, ihre Ausgaben zu reduzieren und dadurch Einnahmen zu steigern. Beispielsweise setzen wir auf Maßnahmen eines wachsamen, vorbeugenden, aber auch aktiv eingreifenden Pflanzenschutzes. Kleinbauern lernen Schädlinge von Nützlingen zu unterscheiden und verstärkt biologische Pflanzenschutzmittel wie bspw. Molassefallen zur Schädlingsbekämpfung einzusetzen; Pestizide der Rotterdam Konvention, Stockholm Liste, WHO Klassen 1a und b sind bei CmiA ganz verboten.

BEI DER VERMARKTUNG SPIELT DIE GLEICHBLEIBENDE QUALITÄT DER BAUMWOLLE EINE WESENTLICH ROLLE. WIE TRAGEN SIE IM ANBAU DAZU BEI?

CmiA wird auf Verbraucherebene als Nachhaltigkeitslabel, aber im B2B-Markt als Produkt mit einer bestimmten Qualität wahrgenommen. In der Vermarktung ist klar, dass wir handgepflückte Baumwolle anbieten. Sie hat eine Stapellänge zwischen 27 und 29 Millimeter. Wir bieten damit eine Qualität, die sich sehr gut für eine Anwendung im Massenmarkt eignet. Weil es sich um von Hand gepflückte Baumwolle handelt, empfehlen wir den Spinnereien vor Beginn ihrer Weiterverarbeitung auf sorgfältige Reinigung zu achten. Wir tragen parallel mit unseren Schulungen im Anbau dazu bei, dass eine Kontamination durch Fremdstoffe verringert wird. Zudem laufen Projekte einer teilweisen Mechanisierung bei der Ernte.

WARUM VERZICHTEN SIE AUF DEN EINSATZ VON GMO-SAATGUT?

Zunächst sind wir im Absatz der Baumwolle eine europäisch geprägte Initiative und für den europäischen Konsumenten sind Nachhaltigkeit und Gentechnik unvereinbare Gegensätze. Auch viele unserer Nachfragepartner sehen das Thema sehr kritisch. Noch ist zu wenig darüber bekannt, welche Langzeitwirkungen der Einsatz von GM-Saatgut mit sich bringt und ob die Bauern daraus auch langfristig ökonomische Vorteile haben. Wir haben uns deshalb entschlossen, einen eigenen Weg zu gehen und mit anderen Methoden eine Steigerung der Qualität und der wirtschaftlichen Erträge zu erreichen.

WARUM IST DER AUFBAU EINER TEXTILINDUSTRIE FÜR BAUMWOLLE IN AFRIKA WICHTIG?

Es ist wichtig, einen Teil der in Afrika produzierten Baumwolle auch in den Anbauländern selbst weiterzuverarbeiten, sodass auf dem Kontinent eine verbesserte Wertschöpfung, die vom Rohstoff bis zum Endprodukt reicht, geschaffen wird. Dies führt sowohl zu einem Wachstum des Inlandmarktes wie auch des Exports. Afrikanische Produkte könnten ihren Anteil in internationalen Beschaffungsketten aufgrund attraktiver Herstellungskosten steigern. Dies ist vor allem in der Subsahara-Region wichtig. Erste Initiativen dazu sind zu erkennen. Mit Cotton made in Africa kann zudem lokal und leicht zugänglich eine nachhaltige Grundlage für ein komplett afrikanisches Produkt geschaffen werden. Die aktuelle Herausforderung liegt darin, die dazu benötigte Infrastruktur aufzubauen. Der Aufbau wird noch etwa drei bis fünf Jahre dauern.

WAS LEISTET ABTF IM BEREICH SUPPLY CHAIN MANAGEMENT?

Wir beraten Partner bei der kostenneutralen Integration von CmiA-Baumwolle in ihre Beschaffungswege und den optimalen Einsatz in Ihren Produkten. Dies geschieht z. B. in Form von Trainings für die Mitarbeiter in Beschaffungsabteilungen und in den Importbüros der Organisationen im Ausland. Hinzu kommen Trainings für Spinnereien, Stoffhändler und Textil- und Bekleidungshersteller. Sie werden in relevanten Beschaffungsmärkten durchgeführt. Somit unterstützen wir Unternehmen operativ dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dies hilft Lizenzpartnern erheblich bei der Einsparung zusätzlicher Kosten. Eine aufwändige Zertifizierung der gesamten textilen Kette fällt bei Cotton made in Africa nicht an. Wenn Unternehmen es wünschen, kann CmiA volle Rückverfolgbarkeit in der textilen Kette bis hin zum Baumwollballen liefern. Um das Thema nachhaltige Rohstoffe und Lieferketten weiter voranzutreiben sind wir aktives Mitglied des deutschen Textilbündnisses. Cotton made in Africa ist darin als Standard anerkannt

Mit Dank für die zur Verfügungsstellung an die Bremer Baumwollbörse.

Quelle: Bremen Cotton Report Nr. 41/42 - 22. Oktober 

Kontakt

Aid by Trade Foundation

Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

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Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 0

Fax: +49 (0)40  - 2576 755 - 11

CmiA Repräsentanz Asien | Bangladesch

Mahbub Khan

H#11, R#113/A, Gulshan-2
1212 Dhaka
Bangladesch
Mobil: +88 (0)171 - 312 - 2417
Mail: mahbub.khan@abt-foundation.net

CmiA Koordinator Qualitätssicherung für Zentral- und Westafrika

Younoussa Imorou Ali
younoussa.imorouali@abt-foundation.net
Mob: +229 97 29 34 96 / 94 15 67 67
Skype : yimorouali

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