Die CmiA Bathrobe Challenge erreichte Millionen MenschenDie Bathrobe Challenge von Cotton made in Africa erreichte Millionen Menschen über soziale Netzwerke

Über eine Million Kleinbauern in Afrika, 500.000 Tonnen nachhaltiger Baumwolle, 90 Millionen gelabelte Textilien und eine Initiative, die mit Partnern entlang der textilen Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Shop zusammenarbeitet – das ist Cotton made in Africa (CmiA), einer der größten Standards für nachhaltige Baumwolle. Mit der nun abgeschlossenen #BathrobeChallenge erreichte die Nachhaltigkeitsinitiative Millionen Menschen über die sozialen Netzwerke und setzte ein Zeichen für die Baumwollbauern in Afrika.

Bademantel tragen für den guten Zweck – so das Motto der #BathrobeChallenge von CmiA, die am 30. August mit einer Party in Berlin startete. Die Idee Selfies im Bademantel zu posten und andere herauszufordern das Gleiche zu tun, verbreitete sich bis Anfang Oktober über die sozialen Netzwerke und erreichte an die 5 Millionen Menschen. Darunter waren auch prominente Bademantelträger wie die CmiA-Botschafterinnen Motsi Mabuse und Laura Chaplin, die Band Revolverheld mit Frontmann Johannes Strate, das Model Elena Carrière und Influencer wie Riccardo Simonetti oder Aminata Belli. „Mit jedem Bild, jedem Hashtag und jeder Verlinkung hat die Challenge Menschen in der ganzen Welt erreicht. Für uns ist es sehr wichtig, unserer Arbeit und dem Label Cotton made in Africa mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Mit der #BathrobeChallenge sind wir diesem Ziel ein großes Stück nähergekommen. Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Teilnehmer aktivieren konnten, sich für uns einzusetzen“, so Tina Stridde, Geschäftsführerin der Cotton made in Africa Initiative über die #BathrobeChallenge.

Auch Partner der Initiative unterstützten tatkräftig – so bspw. die Welthungerhilfe, der WWF, Care, der NABU sowie OTTO, Hiitu und Tchibo. Der Bademantel war dabei nicht nur als Requisite für lustige Selfies gedacht. Er wurde ausgewählt, da er genauso wenig in der Öffentlichkeit sichtbar ist wie die Baumwollbauern. „Seit über zehn Jahren engagiert sich OTTO für Cotton made in Africa und setzt auf die nachhaltig produzierte Baumwolle aus Afrika. Mit der Bathrobe Challenge konnten wir auf positive Art und Weise Aufmerksamkeit für die Menschen schaffen, die den Rohstoff für unsere Kleidung anbauen“, freut sich Anja Dillenburg, Leiterin Corporate Responsibility OTTO. Iris Schöninger, stellvertretende Leiterin Grundsatzabteilung der Welthungerhilfe ergänzt: „Baumwollbauern müssen von ihrer Arbeit auf dem Feld leben können und die Möglichkeit haben ihre Kinder statt aufs Feld in die Schule schicken zu können. Als langjähriger Partner von Cotton made in Africa haben wir uns gerne an der BathrobeChallenge beteiligt, um mehr Menschen auf unsere gemeinsamen Ziele sowie Lösungsansätze, die Cotton made in Africa dafür bietet, hinzuweisen.“

Weitere Infos unter www.bathrobechallenge.com

CmiA und die SDGsDie Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - kurz SDGs) wurden von den Vereinten Nationen 2015 ins Leben gerufen, um eine bessere und nachhaltigere Zukunft für alle zu erreichen - auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Sie befassen sich mit den globalen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen und definieren Ziele, um bis 2030 gegen Armut, Ungleichheit, die Folgen des Klimawandels und Umweltzerstörung zu kämpfen und für mehr Wohlstand für alle, sowie Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen. Auch die Arbeit von Cotton made in Africa hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Sustainable Development Goals. Klicken Sie sich auf dieser Seite durch die unterschiedlichen Ziele und wie Cotton made in Africa im Schulterschluss mit Partnern auf die Erreichung der Ziele einwirkt. 

SDG 1 No Poverty: Durch die Schulungen können die Baumwollbauern ihre Anbaumethoden verbessern. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden, höhere Erträge und damit höheres Einkommen zu erwirtschaften. Armutsbekämpfung ist ein zentrales Anliegen von CmiA. Durch Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel baut Cotton made in Africa Handelsbeziehungen auf Augenhöhe zwischen Kleinbauern in Afrika und Marken sowie Textilunternehmen weltweit auf. Als Social Business profitieren davon alle Partner – insbesondere die aktuell über eine Million Kleinbauern und mit ihren Familien Millionen Menschen in Afrika. Denn die Einnahmen aus dem Vertrieb der CmiA Lizenz am Produkt reinvestiert Cotton made in Africa in den Baumwollanbaugebieten. Sie kommen den Kleinbauern durch Schulungen zum nachhaltigen Anbau und weitere Projekte zu Gute. 

SDG 2 Zero Hunger:  Eine von CmiA aufgebaute Allianz aus Unternehmen und Brands der Textil- und Fashion-Branche fragt spezifisch CmiA Baumwolle nach. Dadurch tragen wir dazu bei Kleinbauern in der nachhaltigen und effizienten Bewirtschaftung ihrer Felder zu schulen. Nach Einschätzungen des World Economic Forum hat wirtschaftliches Wachstum im Agrarsektor einen elfmal positiveren Einfluss auf die Bekämpfung von Armut als Wachstum in anderen Bereichen. Investitionen in eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft bieten hierfür große Potentiale, um gerade für junge Menschen Perspektiven auf dem Land zu schaffen und gegen Hunger zu kämpfen. Spezifisch fordern unsere Kriterien Fruchtfolge, d.h. es wird sichergestellt, dass neben der Baumwolle auch andere Pflanzen (Nahrungsmittel) angebaut werden. In diesem Kontext werden wir als einer von fünf Piloten zum Test des von Welthungerhilfe, WWF und ZEF entwickelten Food Security Standards in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

SDG 3 Good Health and Wellbeing:  Auch auf dem Baumwollfeld und beim ersten Verarbeitungsschritt der Baumwolle, in der so genannten Entkörnungsfabrik, dienen die CmiA Standard-Anforderungen dem Schutz der Gesundheit von Kleinbauern und -bäuerinnen sowie Fabrikarbeitern und -arbeiterinnen. Dies umfasst unter anderem das Verbot besonders gefährliche Pestizide für die Bauern zu ihrem eigenen Schutz oder geregelte Arbeitszeiten für Fabrikarbeiter. Sauberes Trinkwasser und hygienische Toiletten beugen Krankheiten vor und sind essentiell, wenn es um das Wohlbefinden und die Gesundheit geht. Im ländlichen Afrika ist der Zugang zu Toiletten und sauberem Trinkwasser eingeschränkt. Gerade Mädchen müssen meist weite Wege gehen, um zum nächsten Brunnen zu kommen. Dagegen setzt sich CmiA ein. Die Wasser-, Sanitär und Hygiene-Projekte - kurz WASH - im Rahmen unseres Kooperationsprogramms zur Unterstützung von Baumwolle anbauenden Dörfern tragen maßgeblich zur Reduzierung von wasserverursachten Erkrankungen (Durchfall, Cholera etc.) bei.

SDG 4 Quality Education: Schulungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu einfachen betriebswirtschaftlichen sowie modernen und effizienten Agrarkenntnissen bilden weiter und schaffen Perspektiven für die ländliche Bevölkerung. Um Kinder in den Baumwollanbaugebieten zu schützen und sich für ihre Rechte einzusetzen, stößt CmiA Projekte an, die die schulische Infrastruktur in ländlichen Regionen verbessern und macht in speziellen Sensibilisierungsmaßnahmen auf die Bedeutung der Bildung aufmerksam.

SDG 5 Gender Equality: Im kleinbäuerlichen Anbau packt die ganze Familie mit an, und insbesondere Frauen leisten einen enormen Beitrag zum Wohlergehen der ganzen Familie, arbeiten sie doch auf dem Feld, kümmern sich um den Haushalt, pflegen Kranke und vieles mehr. Vor diesem Hintergrund setzt sich CmiA für die Verbesserung der Stellung von Frauen und für ihre Rechte ein. Ergänzend  zu den in den CmiA-Kriterien festgeschriebenen Maßnahmen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau initiiert die CmiA Initiative unterschiedliche Aktivitäten: So werden die Schulungen im nachhaltigen Baumwollanbau an die Bedürfnisse der weiblichen Teilnehmer angepasst und viele Baumwollbäuerinnen zu so genannten Lead-Farmerinnen ausgebildet, um ihre Rolle innerhalb der Schulungsgruppen zu stärken. Der Zusammenschluss von Frauen (Clubs/Kooperativen) wird gefördert und über die Community Projekte werden Maßnahmen für zusätzliche Einkommensquellen angeschoben. Die Mitarbeiter der Baumwollgesellschaften erhalten Trainings zum Thema Gleichberechtigung und Frauenbeauftragte werden als feste Ansprechpartner in den Unternehmen etabliert.

SDG 6 Clean Water: Wasser ist eine kostbare Ressource. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser aus dem Wasserhahn ist in vielen Teilen der Welt eine absolute Ausnahme. Dürren gerade im südlichen Afrika machen deutlich, welche Bedeutung Wasser für Mensch und Umwelt hat und verdeutlichen, dass die wertvolle Ressource Wasser geschützt werden muss. Baumwolle wird in viele Teilen der Welt künstlich bewässert. Anders bei Cotton made in Africa. Allein durch Regenwasser wachsen die Pflanzen, und so „spart“ CmiA auf ein T-Shirt über 500 Liter Wasser im Vergleich zum globalen Durchschnittsverbrauch im Baumwollanbau. Der CmiA Standard fordert außerdem ein, dass Wasserquellen vor Verschmutzungen durch Pestizide und Düngemitteln geschützt werden. Zusätzlich fördert Cotton made in Africa verschiedene Projekte, die in den Baumwollanbaugebieten den Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessern und Sanitäranlagen beispielsweise an Schulen, neu bauen. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheitslage aus, denn Durchfallerkrankungen werden deutlich reduziert. Und insbesondere Frauen und Mädchen, die für die Wasserversorgung der Familien Sorge tragen, gewinnen Zeit, die sie für oftmals lange und teilweise gefährliche Wege zum Heranschaffen von Wasser investieren mussten.

SDG 8 Decent Work: Gemäß des CmiA Standards müssen die ILO Kernarbeitsnormen erfüllt werden, sodass für Kleinbauern und Arbeiter in den Baumwoll-Entkörnungsfabriken eine menschenwürdige Arbeit gewährleistet ist. 

SDG 12 Responsible consumption: Immer mehr Menschen fragen sich, woher ihre Kleidung stammt, wer diese wo und unter welchen Bedingungen produziert hat. Das Interesse an den Menschen und ihren Geschichten hinter unseren Produkten steigt. Durch das Tracking System sowie die Zusammenarbeit mit Kleinbauern und Fabrikarbeitern in Afrika schafft Cotton made in Africa Transparenz und zeigt die Menschen und ihre Arbeit am Ursprung unserer Kleidung. Der Konsument erkennt Cotton made in Africa an einem kleinen roten Label am Produkt.

SDG 13 Climate Action: Die Auswirkungen des Klimawandels angesichts von Wetterextremen und Umweltkatastrophen wird immer deutlicher und spürbarer. Emissionen von Treibhausgasen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Cotton made in Africa trägt dazu bei, das Klima zu schützen. CmiA-Baumwolle stößt bis zu 40% weniger Treibausgasemissionen für ein Kilogramm Baumwolle aus als konventionelle Baumwolle. Das ist umgerechnet die Menge Baumwolle, die für 4 Shirts benötigt wird. Aktive Klimaschutzmaßnahmen waren u.a. Baumpflanz-Aktionen (für Bio-Pestizide – eine Maßnahme, vielfältige Wirkungen). Trainings, die an den Klimawandel angepasste Agrartechniken vermitteln, verschaffen Kleinbauern das nötige Wissen, wie sie ihren Anbau adaptieren und ihre Pflanzen widerstandsfähiger machen können.

SDG 15 Life on Land: CmiA setzt sich mit diversen agrartechnischen Maßnahmen aktiv für den Schutz des Bodens und der Biodiversität ein. Als Standard verbietet er den Eingriff in Primärwälder und Schutzgebiete. 

SDG 17 Partnerships for the Goals: Kooperatinen sind ein wichtiger Schlüssel auf dem Weg zu einer nachhaltigen Textilproduktion. Aus diesem Grund ist Cotton made in Africa als Social Business Teil eines großen Netzwerkes aus Nichtregierungs-und Regierungsorganisationen, Textilunternehmen des Massenmarktes sowie kleinen Modebrands. Zu den unterstützenden Partnern zählen der WWF, die Welthungerhilfe, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), OTTO, Tchibo, die Rewe Group, und viele mehr. Indem CmiA eine Nachfrageallianz für die CmiA Baumwolle aufbaut, schafft sie Partnerschaften für eine nachhaltige Zukunft in der Textilindustrie.

Lesen Sie mehr zu den Kriterien und Anforderungen des CmiA Standards zur Umsetzung der Sustainable Development Goals hier.

Internationale Expansion mit neuen Partnern

Hamburg, 20.08.2018 Als weltweit größtes Label für nachhaltige Baumwolle aus Afrika zertifiziert Cotton made in Africa (CmiA) mittlerweile rund 40% der kleinbäuerlichen Baumwollproduktion in Subsahara Afrika. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Nachfrage seitens der Textilindustrie nach CmiA-Baumwolle um rund 79%. Und der Trend hält 2018 weiter an. Mit Tendam Global Fashion Retailer aus Spanien, Vlisco aus Holland und Gudrunsjöden aus Schweden setzen weitere Unternehmen auf den Rohstoff Cotton made in Africa.  Rund 1.033.500 Kleinbauern in Subsahara Afrika arbeiten aktuell mit CmiA zusammen und bauen Baumwolle gemäß den kontrollierten Nachhaltigkeitskriterien an.

Neue internationale Partner verstärken ab sofort die Nachfrageallianz für CmiA-Baumwolle. Als erster CmiA-Partner in Spanien bietet Tendam Global Fashion Retailer, ehemals Grupo Cortefiel und eines der führenden Fashion-Unternehmen in Europa, unter der Marke Springfield erstmals Shirts für Männer und Frauen mit dem CmiA-Siegel an. Über die Verwendung der nachhaltig angebauten Baumwolle hinaus, geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und lässt die CmiA-Produkte komplett in Äthiopien nach dem HIP-System herstellen. Das Hard Identity Preserved (HIP)-System stellt eine vollständige Transparenz über die gesamte textile Wertschöpfungskette her. Die Baumwolle kann auf ihrem Weg vom Baumwollfeld bis zum fertigen Produkt komplett zurückverfolgt werden. 

Darüber hinaus ist Vlisco Group, der niederländische Hersteller von hochwertigen Textilien für den zentral- und westafrikanischen Markt, offizieller Partner der Initiative. In den Vlisco Group Fabriken in Ghana und Côte d'Ivoire werden bei der Herstellung der Marken Uniwax, GTP und Woodin bereits erhebliche Mengen an CmiA-Baumwolle verwendet. Die niederländische Marke Vlisco wird ab 2019 folgen. "Die Zusammenarbeit mit CmiA passt perfekt zu unserer Strategie, mehr in Afrika zu tun, für Afrika, ganz zu schweigen davon, uns eine einzigartige Chance zu geben, etwas in Bezug auf die soziale Verantwortung von Unternehmen zu bewirken", freut sich Fiona Coyne, Direktorin Beschaffung und CSR bei der Vlisco Group, über die Partnerschaft.

Aus Schweden schloss sich außerdem die Naturmode-Marke Gudrunsjöden an, die mit ihrer bunten Kleidung Vielfalt, Nachhaltigkeit und Kreativität für Frauen jeden Alters verbindet. Mit Filialen von den USA über Skandinavien bis England ist Gudrunsjöden international vertreten.

CmiA-Baumwolle ist gefragter denn je – das ergaben die Kennzahlen für das Geschäftsjähr 2017. Fast alle der weltweit über 30 Unternehmenspartner und Brands aus der Textilbranche, die den nachhaltigen Rohstoff einkaufen und verarbeiten, haben die Planungszahlen für 2017 übertroffen. Insgesamt wurden in 2017 rund 90 Millionen Produkte mit dem CmiA-Siegel auf den Markt gebracht, das entspricht einer Steigerung von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem wurden die Einnahmen aus Lizenzgebühren durch die Vermarktung der Rechte an der Marke Cotton made in Africa (CmiA) gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 1.696 TEUR gesteigert. Damit konnte sich die Aid by Trade Foundation (AbTF) erstmals vollkommen ohne öffentliche Zuschüsse finanzieren. Das bedeutet, dass die Stiftungsdevise – Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel – in die Tat umgesetzt wird.

Zu den Top-Abnehmern in 2017 zählen die Otto Group mit Spitzenreiter bonprix, die REWE Group, ALDI Süd und Tchibo. Auch Engelbert Strauss, Ernsting’s family, ASOS, BESTSELLER, Armani, s.Oliver, Hakro und Bestseller sind weitere große Abnehmer der CmiA-Baumwolle. Auch kleinere Modelabels wie Hiitu aus Deutschland, Cooee aus Großbritannien, Weaverbirds aus Dänemark oder Abaana aus Uganda leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie von Kinderkleidung bis zu High Fashion-Textilien eine exklusive Palette an Produkten aus Cotton made in Africa-Baumwolle anbieten.

„Unsere Partner zeigen erfolgreich, dass nachhaltige Baumwolle weltweit auf sehr breiter Basis in der Textilindustrie einsetzbar ist. Mit Cotton made in Africa können Textilunternehmen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen und tragen zum Schutz der Umwelt und zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen für afrikanische Kleinbauern und ihre Familien bei“, erklärt Tina Stridde, Geschäftsführerin von Cotton made in Africa, den Erfolg der Initiative.

CmiA Produzenten lernen die Prozessschritte der textilen Wertschöpfung kennenHamburg/Istanbul, 15. Oktober 2018 Auf Initiative von Cotton made in Africa (CmiA) reiste eine 17-köpfige Delegation afrikanischer Baumwollproduzenten in die Türkei, um in einem der größten Textilproduktionsmärkte der Welt mehr über die Weiterverarbeitung „ihres“ Rohstoffs zu erfahren.  Im Großraum Istanbul besuchten sie eine Importorganisation, eine Spinnerei und einen Fertigungsbetrieb für Bekleidung. 

Zu Beginn der Reise stand der Besuch einer Spinnerei in Çorlu bei Istanbul auf der Agenda. Er bot vom modernen und effizienten Maschinenpark über die Arbeit im Labor bis hin zu den vielen aufwändigen Reinigungsstufen und Qualitätskontrollen neue und interessante Einblicke für die afrikanischen Besucher. Sie lernten vor Ort außerdem mehr über den Fertigungsprozess (CMT) sowie die Rolle einer Importorganisation kennen. Allesamt Prozessschritte, die sich anschließen, wenn die Produzenten ihren Rohstoff nach der Ernte mit dem Verkauf an die Baumwollhändler aus den Augen verlieren. Die unterschiedlichen Stationen der textilen Wertschöpfungskette machten eindrucksvoll deutlich, wie viele Handgriffe und aufwändige Verarbeitungsstufen folgen müssen bis aus dem Rohstoff Baumwolle ein hochwertiges T-Shirt entsteht. „Ich bin davon fasziniert, mit welcher Präzision und Sorgfalt die Baumwolle weiterverarbeitet wird. Das ist für uns Motivation und Ansporn, beim Anbau der Baumwolle den gleichen Qualitätsmaßstab anzulegen“, fasst Emanuel Mbewe seine Eindrücke zusammen. Mbewe ist CmiA Koordinator der Baumwollgesellschaft Continental Ginnery Limited in Sambia. Er arbeitet kontinuierlich mit den Kleinbauern daran, dass sie Baumwolle von hoher Qualität erzeugen, die einen besseren Preis auf dem Weltmarkt erzielen kann.

Organisatorin der Reise war die Initiative Cotton made in Africa (CmiA). Sie arbeitet mit über einer Million Kleinbauern in Afrika zusammen, die nachhaltige Baumwolle gemäß CmiA Standard produzieren. Ziel der Reise war es einen Austausch zwischen den Stufen der textilen Wertschöpfung – vom Anbau bis zur Fertigung – zu fördern, die üblicherweise sehr wenig oder gar keinen Kontakt miteinander haben. Der Besuch trug zu einem besseren Verständnis für die Bedürfnisse der Textilindustrie einerseits und die Herausforderungen der Baumwollproduzenten andererseits bei. Christian Barthel, Direktor Business Development von CmiA, resümiert: „Wir freuen uns über das große Interesse an diesem produktionsstufen-übergreifenden Austausch. Wenn die Partner der textilen Wertschöpfungskette die Bedürfnisse des anderen besser verstehen, profitieren alle.“

Baumwolle ist die meist verwendete Naturfaser für die globale Textilproduktion. Der nach dem CmiA Standard nachhaltig produzierte Rohstoff ist in allen wichtigen Textilproduktionsmärkten gefragt – so auch in der Türkei. Laut WTO 2017 rangiert die Türkei weltweit auf dem 6. Platz der größten Textillieferanten. Das Land zählt seit Gründung der Nachhaltigkeitsinitiative im Jahr 2005 zu den Produktionsländern von CmiA gelabelten Textilien.

 

Namika beim Auftakt der CmiA Bathrobe ChallengeIm Bademantel ein Zeichen für Baumwollbauern in Afrika setzen

Bademantel tragen für den guten Zweck – so lautet das Motto der Bathrobe Challenge von Cotton made in Africa (CmiA). Wegbegleiter und Freunde von CmiA zelebrierten am Abend des 30. August mit einer exklusiven Bathrobe Party im Halleschen Haus in Berlin den Startschuss der Bathrobe Challenge 2018. Namika performte als Live-Act und neben Prominenten wie Merlin Leonhardt und Samuel Bartz, Influencern wie Riccardo Simonetti und Aminata Belli, feierten auch Textilunternehmen – unter anderem OTTO, HUGO BOSS, bonprix und REWE Group - sowie NGOs wie der WWF, die Welthungerhilfe, CARE und der Nabu – mit.
Bereits zum zweiten Mal setzt die Initiative mit dem Bademantel ein ungewöhnliches Zeichen für nachhaltige Mode. Mit großem Spaß und kleinem Aufwand kann man sich für über eine Million Baumwollbauern in Afrika und den Schutz der Natur stark machen. Jeder, der am 30. August oder während der Bathrobe Challenge im September 2018 einen Bademantel trägt – ob in der Öffentlichkeit oder im Büro, für ein Selfie oder Video – und das auf einem Social Media-Kanal mit den Hashtags #BathrobeChallenge #cottonmadeinafrica postet, nimmt an der Aktion teil. Der Bademantel gilt als Exempel dafür, wie viel Baumwolle in unserer Kleidung steckt. Genauso wenig wie man das symbolträchtige Kleidungsstück außerhalb des Wellnessurlaubs in der Öffentlichkeit trägt, stehen die afrikanischen Kleinbauern, die den Rohstoff ressourcenschonend für Millionen von Textilien anbauen, für gewöhnlich im Fokus des öffentlichen Interesses. Das möchte die Hamburger Initiative CmiA, die sich für in Afrika nachhaltig produzierte Baumwolle einsetzt, mit Unterstützung von prominenten Botschaftern, Multiplikatoren, Textilunternehmen und Nichtregierungsorganisationen ändern.
Tina Stridde, Geschäftsführerin der Cotton made in Africa Initiative erklärt: „Jeder kann mit der Teilnahme an der Bathrobe Challenge sowohl Spaß haben als auch öffentlichkeitswirksam auf nachhaltige Mode und Cotton made in Africa aufmerksam machen.“ Seit der Gründung der Initiative im Jahr 2005 von Dr. Michael Otto, engagiert sich die Initiative für den Schutz der Umwelt und für bessere Lebensbedingungen für afrikanische Kleinbauern. Sie produzieren den wertvollen Rohstoff Baumwolle für unsere Kleidung und stehen ganz am Anfang der Modeindustrie. „Mit der Challenge setzen wir gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern ein positives Zeichen für die über eine Million Baumwollbauern in Afrika, mit denen wir zusammenarbeiten“, so Stridde weiter.
Zum ersten Bathrobe Day 2017 zeigten sich Prominente – unter anderem CmiA-Botschafterin und TV-Jurorin Motsi Mabuse, Revolverheld-Frontmann Johannes Strate, die Sängerinnen Maite Kelly und Namika sowie die Schauspielerinnen Marie Nasemann, Valentina Pahde und Minh-Khai PhanThi – im Bademantel.

Weitere Infos erhalten Sie unter www.bathrobechallenge.com

CmiA unterstützt mehr als eine Million BaumwollbauernCotton made in Africa (CmiA) wurde 2005 als Social Business von Dr. Michael Otto gegründet, um die Umwelt zu schützen und Kleinbauern sowie ihre Familien in Subsahara Afrika zu unterstützen. Im Jahr 2017 erreichte CmiA ein Rekordwert von rund 90 Millionen mit dem CmiA Label ausgezeichnete Textilien. Von jedem einzelnen Textil profitieren erstmals mehr als eine Million Baumwollbauern in Afrika, mit denen die Nachhaltigkeitsinitiative zusammenarbeitet. 


Cotton made in Africa arbeitet erstmals mit mehr als einer Million Baumwollbauern, davon 17 Prozent Frauen, zusammen. Dr. Michael Otto, Gründer von CmiA, freut sich über diese positive Entwicklung: „Afrika liegt mir am Herzen - als Mensch und Unternehmer fühle ich mich unserem Nachbarkontinent sehr verbunden. Als ich 2005 die Initiative Cotton made in Africa gegründet habe, geschah dies mit dem Bewusstsein, dass unsere Zukunft auch von der Bewältigung der großen Herausforderungen in Afrika abhängt. CmiA bietet hierfür Lösungen an und gibt uns die Chance, das Leben von Millionen Menschen in Subsahara Afrika positiv zu beeinflussen.“
Ein Kleinbauer bei Cotton made in Africa verfügt im Durchschnitt über eine Anbaufläche von knapp 1,5 Hektar Land. Außerdem sind über 11.000 Fabrikarbeiter in der baumwollverarbeitenden Industrie Afrikas Teil der Initiative. Rund 496.000 Tonnen entkörnter Baumwolle auf einer Anbaufläche von 1.620.000 Hektar in Äthiopien, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Kamerun, Mosambik, Sambia, sowie Tansania und Uganda wurden 2017 nach den Kriterien von Cotton made in Africa produziert. Dies macht einen Anteil von rund 40% der kleinbäuerlichen Baumwollproduktion in Subsahara Afrika aus. Der CmiA Standard für nachhaltige Baumwolle steht für den Schutz der Umwelt, sowie Schulungen im nachhaltigen und modernen Baumwollanbau. Die Trainings versetzen die Kleinbauern in die Lage ihre Arbeits- und Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Darüber hinaus zertifiziert CmiA die Entkörnungsanlagen und damit den ersten Schritt der Weiterverarbeitung der Baumwolle in Afrika.
Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Textilien, die das CmiA Label trugen, um 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte einen Rekordwert von rund 90 Millionen Artikeln. „Mit knapp 90 Millionen CmiA gelabelten Textilien haben wir einen neuen Rekord erreicht. Nachhaltigkeit ist damit kein Nischenprodukt mehr“, betont Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation. „Jedes Textil, das das CmiA Zeichen trägt, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn jedes CmiA gelabelte Produkt schont die Umwelt und unterstützt Millionen Menschen in Afrika dabei sich eine Perspektive in ihrer Heimat aufzubauen“, so Stridde weiter. Für jedes Textil mit dem CmiA Label bezahlen Partnerunternehmen Lizenzgebühren, die zurück in die Projektgebiete fließen. Statt Spenden setzt CmiA damit auf einen marktwirtschaftlichen Ansatz. Aktuell ordern 36 Unternehmen und Brands CmiA Baumwolle - darunter die Otto Group mit Bonprix und OTTO, die Rewe Group, Tchibo, Aldi Süd, Jack & Jones oder Asos. Auch kleinere Fair Fashion Brands wie Hiitu aus Deutschland oder Cooee aus England nutzen CmiA zertifizierte Baumwolle, um ein Zeichen für Mensch und Natur zu setzen. Durch die steigende Nachfrage der Textilindustrie nach CmiA-Baumwolle wird CmiA weitestgehend von den Unternehmen, die CmiA-Baumwolle verarbeiten und einsetzen, getragen und die Stiftungsdevise – Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel – in die Tat umgesetzt.

Lesen Sie mir mehr über die Entwicklungen und die Wirkung von CmiA im Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2017 hier.

Kontakt

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Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

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Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 0

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