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CMIA - DIE WIRKUNG DER INITIATIVE FÜR KLEINBAUERN UND NATUR

Seit 2005 setzt sich die Initiative Cotton made in Africa erfolgreich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einer wachsenden Zahl afrikanischer Kleinbauern sowie Fabrikarbeiter in den so genannten Entkörnungsanlagen von Baumwolle und den Schutz der Umwelt ein. Damit verleiht die Initiative afrikanischen Kleinbauern und Fabrikarbeitern, die am Anfang der Textilproduktion stehen, eine Stimme und ein wiedererkennbares „Gesicht“ im internationalen Handel. Immer mehr Textilunternehmen weltweit setzen nachhaltige CmiA-Baumwolle in ihrer Produktion ein. Jedes Textil mit dem Cotton made in Africa Label trägt dazu bei die Umwelt zu schützen und die Menschen in den Anbaugebieten der Baumwolle zu unterstützen. Konsumenten können die Textilien an einem kleinen roten Label mit "Supporting the Cotton made in Africa Initiative"-Aufschrift wiedererkennen.

Um Afrikanische Kleinbauern darin zu unterstützen, ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern und die Umwelt zu schützen, trifft Cotton made in Africa verschiedene Maßnahmen, deren Wirkung regelmäßig überprüft wird. Der CmiA Nachhaltigkeitsstandard definiert einen Katalog an sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien. Diese umfassen beispielsweise gerechte Verträge und eine pünktliche Bezahlung für die Baumwollproduzenten, das Verbot von Kinderarbeit sowie den Ausschluss bestimmter gefährlicher Pestizide und künstlicher Bewässerung der Baumwolle. Die Einhaltung des CmiA Standards wird durch regelmäßige Verifizierung überprüft. Um die Produzenten bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien zu unterstützen, werden Schulungen für die Kleinbauern in kleinen Gruppen angeboten.

Bereits 1.033.500 Kleinbauern (Stand 03.2018) profitieren von Cotton made in Africa. Konkret lernen sie moderne und nachhaltige Anbaumethoden, grundlegende Maßnahmen, die ihnen helfen ihren Familienbetrieb besser zu führen, oder wie Gesundheitsrisiken beim Baumwollanbau wie auch im familiären Umfeld vermieden werden können. Darüber hinaus fördert Cotton made in Africa zusammen mit Partnern in den Dorfgemeinschaften initiierte Kooperationsprojekte - bspw. um eine bessere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten oder die Rechte von Frauen zu stärken.

Anhand unserer regelmäßig durchgeführten und online veröffentlichten Wirkungsmessungen, Verifizierungsberichten sowie Jahresberichten sorgen wir für umfassende Transparenz über unsere Arbeit.

Wirkungsmessung: Messung der Nachhaltigkeitsziele von Cotton made in Africa

Das soziale, ökologische und ökonomische Wertversprechen von Cotton made in Africa wird im Rahmen eines Wirkungsmonitorings erfasst. Es misst, ob die Nachhaltigkeitsziele von CmiA erreicht werden und welche Wirkung der Standard zeigt. So wird dokumentiert, wie sich die Teilnahme an der Cotton made in Africa Initiative langfristig auf das Leben der beteiligten Bauernfamilien und ihren Lebensraum auswirkt. CmiA ist es wichtig zu überprüfen, ob die Ziele, nämlich die Verbesserung der Lebensumstände der Kleinbauern und der Schutz der Umwelt, tatsächlich erreicht werden. Das analysiert CmiA mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden. Ein besonderes Augenmerk wird auf soziale Aspekte wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, ökologische Aspekte wie die Überprüfung der Bodenfruchtbarkeit und den Erhalt der natürlichen Wasserressourcen, ökonomische Aspekte wie die Entwicklung der Einkommensverhältnisse der Bauernfamilien sowie Ernährungssicherheit gelegt.

Soziale und ökonomische Auswirkungen: Engagement zeigen – Zukunft gestalten

Seit der Gründung von Cotton made in Africa im Jahr 2005 hat unsere Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, den Baumwollanbau in den afrikanischen Projektländern ökonomisch und sozial nachhaltiger zu gestalten. Durch die vielfältigen Maßnahmen von CmiA sind immer mehr Kleinbauern in der Lage, ihre Lebensverhältnisse und die ihrer Familien aus eigener Kraft zu verbessern. Dank der wachsenden Zahl an beteiligten Bauern und der großen geografischen Reichweite hat sich die Initiative inzwischen als ein wesentlicher Akteur im Baumwollsektor in Subsahara-Afrika etabliert. Im Bereich News dieser Website können Sie nachlesen, was sich für einzelne Bauern verändert hat. In kleinen Interviews berichten sie über ihre Situation.

Ökologische Auswirkungen: Natur schützen – Umwelt bewahren

Durch umweltschonende, häufig dem Bio-Landbau entlehnte Anbaumethoden trägt Cotton made in Africa maßgeblich zum Umweltschutz in den Anbauregionen bei. Insgesamt hat Cotton made in Africa nachweislich eine deutlich bessere Umweltbilanz als konventionell angebaute Baumwolle. Es wurde gezeigt, dass CmiA-Baumwolle pro Kilogramm Baumwollfaser im Vergleich zum globalen Durchschnitt mehr als 2.100 Liter Wasser einspart, da sie nicht künstlich bewässert wird, und bis zu 40% weniger Treibhausgasemissionen als konventionelle Baumwolle verbraucht. Das ist das Ergebnis zweier Studie zum ökologischen Fußabdruck von Cotton made in Africa, die das Beratungsunternehmen Systain bzw. PE INTERNATIONAL im Auftrag der Aid by Trade Foundation erstellt haben.
Im Rahmen der Studien wurden der Wasserverbrauch und die Treibhausgas-Emissionen von Cotton made in Africa anhand einer Ökobilanz gemessen. Eine Ökobilanz ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen entlang des gesamten Lebenswegs. Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen, die bei vor- und nachgeschalteten Prozessen wie der Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe freigesetzt werden. Erfahren Sie mehr...